Fahrradfreundlichkeit weiterhin nur Mittelfeld


| Foto: Jürgen Langer

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Wolfenbüttel. 27 Fragen enthielt der Fragebogen zum „FAHRRAD-KLIMATEST 2014“ des „Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club“ (ADFC). 296 Radler/innen füllten diesen Fragebogen im vergangenen Herbst für den Bereich der Stadt Wolfenbüttel aus und gaben der Stadt die Durchschnittsnote 3,6 – damit ist diese identisch mit dem Ergebnis der entsprechenden Befragung vor zwei Jahren. Und auch beim Vergleich der Ergebnisse zu den einzelnen Fragen gibt es so gut wie keine wirklich deutlichen Veränderungen gegenüber 2012. In der Stadtgrößenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner/innen liegt Wolfenbüttel mit dieser Bewertung in Niedersachsen auf Platz 6 von 12 Städten welche die notwendige Anzahl ausgefüllter Fragebögen erreicht haben, bundesweit auf Platz 35 von 100.

"Vordringlicher Handlungsbedarf auf dem Weg zu den im "Radverkehrskonzept" von der Stadt selbst gesteckten Zielen wie eine Erhöhung des Radverkehrsanteils auf mindestens 20 Prozent bis 2020 oder die Etablierung Wolfenbüttels als "Fahrradfreundliche Stadt" lässt sich natürlich unter anderem bei den Fragen erkennen, bei denen die Teilnehmer/innen für Wolfenbüttel besonders schlechte Noten vergeben haben", erläuterte Thilo Neumann vom ADFC Wolfenbüttel. Zu nennen seien hier zum Beispiel die Bereiche "Führung des Radverkehrs an Baustellen" oder der "Winterdienst auf Radwegen" (in beiden Fällen gab es hier die Note 4,3).

Ein weiterer Punkt welcher den Spaß am Radfahren in Wolfenbüttel ganz offensichtlich trübt und von den Radler/innen mit einer Note von 4,3 entsprechend deutlich kritisiert wird sind die Ampelschaltungen für Radfahrer/innen – eine Einschätzung die vom ADFC Wolfenbüttel geteilt wird. Als Beispiele für besonders radlerunfreundliche Ampelschaltungen mit einem hohen Bedarf an kurzfristigen Verbesserungen nennt der ADFC zum Beispiel den "Neuen Weg", die Kreuzung bei "Mc Donald´s" oder an der Langen Straße oberhalb der Lindenhalle. Auch mit dem Zustand der Radwege scheinen viele Radler/innen in Wolfenbüttel unzufrieden zu sein. So gab es bei der Bewertung der "Oberfläche der Radwege" die Note 4,0, für die "Breite der Radwege" gar die Note 4,4. "Die Liste der Radwege in der Stadt welche entweder zu schmal sind und/oder eine mehr oder minder schlechte Oberflächenbeschaffenheit haben ist relativ lang – genannt seien hier als Beispiele nur die "Halberstädter Straße", die "Jägerstraße" oder die "Leipziger Straße", ergänzte Thilo Neumann.

"Die Ergebnisse des aktuellen "FAHRRAD-KLIMATEST" bestätigen es: auch wenn es in den vergangenen Jahren in einigen Bereichen punktuelle Verbesserungen für den Radverkehr gegeben hat – von einer "fahrradfreundlichen Stadt" ist Wolfenbüttel nach wie vor weit entfernt", so das Fazit von Jürgen Langer vom ADFC. "Wir hoffen, dass sich das mit der jetzt begonnenen Umsetzung des "Radverkehrskonzeptes" ändert. Dieses Konzept enthält eine Fülle von guten Ansätzen und Vorschlägen – für eine zügige Umsetzung müssten allerdings in den kommenden Jahren jeweils deutlich mehr als die für das Jahr 2015 im städtischen Haushalt für diesen Zweck beschlossenen 100.000 Euro bereitgestellt werden."

Die vollständigen Ergebnisse des „ADFC-FAHRRAD-KLIMATEST“ für Wolfenbüttel sind zu finden unter www.adfc-wf.de.