Wolfenbüttel. Vor dem Landgericht beginnt am kommenden Dienstag der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere Brandstiftung vor. Er soll am 23. Januar Feuer in einem Mehrfamilienhaus gelegt haben.
Nach der Anklage soll der Angeklagte mithilfe von zwei Fünf-Liter-Kanistern Benzin in dem bewohnten Mehrfamilienhaus verteilt haben. Demnach soll er den Kraftstoff von seiner Wohnung im zweiten Obergeschoss bis in das Treppenhaus sowie vor die Wohnungstür im ersten Obergeschoss gegossen haben.
Anwohner mussten gerettet werden
Eine Zeugin soll den Mann dabei bemerkt und angesprochen haben. Anschließend habe der Angeklagte laut Anklage ein Feuerzeug entzündet und auf den Kraftstoff geworfen. Das Benzin habe sich daraufhin entzündet. Dabei seien wesentliche Bestandteile des Gebäudes in Brand geraten.
Einige Bewohner mussten den Angaben zufolge mithilfe einer Drehleiter aus dem Haus gerettet werden. Zudem entstand an dem Gebäude ein hoher Sachschaden, dessen genaue Höhe bislang nicht bekannt ist.
Mann könnte in Psychiatrie kommen
Der 39-Jährige befindet sich derzeit in vorläufiger Unterbringung. Die zuständige Strafkammer hat darauf hingewiesen, dass im Verfahren auch die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommen könnte.

