Jugendzentrum vor großem Umbau: So geht es jetzt weiter

Die Pläne für die Sanierung des Jugendfreizeitzentrums am Harztorwall nehmen immer mehr Gestalt an.

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Das Jugendzentrum soll aufwändig saniert werden.
Das Jugendzentrum soll aufwändig saniert werden. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Jahrelang wurde diskutiert, abgewägt und verworfen – jetzt will die Stadt Nägel mit Köpfen machen und das Jugendfreizeitzentrum am Harztorwall komplett sanieren. Für 5,2 Millionen Euro soll das 70 Jahre alte Gebäude in einen modernen Multifunktionskomplex verwandelt werden.



Das Gebäude soll im Zuge der Arbeiten weitgehend entkernt und um rund 270 Quadratmeter erweitert werden. Nach der Fertigstellung soll es künftig in drei separat nutzbare Zonen unterteilt werden: den Kernbereich für die Jugendarbeit, Räume für freie Träger sowie einen Veranstaltungsbereich. Durch dieses Raumsystem könnten die Flächen parallel genutzt werden – unter anderem als Mensa für die benachbarten Grundschulen Harztorwall und Karlstraße in den Mittagsstunden sowie für Konzerte, Seminare oder Vereinsangebote. In die Gestaltung der Innenräume wurden Jugendliche bereits im Rahmen von Workshops eingebunden; die Ergebnisse sollen im September zum 50-jährigen Bestehen des JFZ präsentiert werden.

Noch kein Ausweichquartier


Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro, für die nach aktueller Prüfung keine Fördermittel zur Verfügung stehen. Für die einjährige Bauphase soll es zudem ein Ausweichquartier geben, für das zusätzlich maximal 600.000 Euro veranschlagt sind; wo dieses konkret eingerichtet wird, ist allerdings noch unklar und wird derzeit von der Verwaltung erarbeitet.

Politik berät über Maßnahmenbeschluss


Derzeit berät die Politik über den entsprechenden Maßnahmenbeschluss, bevor der Rat der Stadt am 30. September final darüber entscheidet.

Verläuft das Genehmigungsverfahren nach dem Ratsbeschluss planmäßig, könnten die Ausschreibungen im Frühjahr 2027 starten und im Sommer 2027 die Bagger anrollen. Bei einer veranschlagten Bauzeit von rund einem Jahr rechnet die Stadt mit der Fertigstellung des Komplexes bis Mitte 2028. Nach der Inbetriebnahme rechnet die Stadt mit laufenden Folgekosten von rund 125.000 Euro pro Jahr.