Wolfenbüttel. Seit vielen Jahren engagiert sich das Städtische Klinikum Wolfenbüttel als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Göttingen in der Ausbildung von späteren Ärzten: Neben Pflegepraktika und Famulaturen kann insbesondere auch das sogenannte Praktische Jahr direkt vor dem Staatsexamen in Wolfenbüttel absolviert werden. In 2014 unterstützt das Städtische Klinikum Wolfenbüttel erstmals auch Medizinstudenten im Rahmen des Deutschland-Stipendiums.
Das Deutschland-Stipendium wurde 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeführt und zielt auf die Förderung begabter und leistungsfähiger Studierender. Jährlich werden zirka 20.000 Stipendien in Deutschland vergeben, es beteiligen sich 275 Hochschulen. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt ausschließlich durch die Hochschule selbst, wobei alle Fachdisziplinen berücksichtigt werden. Förderer sind Unternehmen, Stiftungen, Verbände und Vereine, aber auch Privatpersonen. Neben der finanziellen Förderung bietet das Deutschland-Stipendium auch ideelle Unterstützung und Beratung für die Studierenden.
Insbesondere soll mit dem Deutschland-Stipendium der Bildungsaufstieg von Studierenden aus Nicht-Akademiker-Familien gefördert werden. Bei der Auswahl der Stipendiaten wird außerdem besonderes Engagement bei sozialen Projekten berücksichtigt. Der Name „Deutschland-Stipendium“ ist etwas irreführend: Die Nationalität der Studierenden spielt keinerlei Rolle bei der Auswahl.
In einer Feierstunde an der Universität Göttingen trafen sich im Dezember Förderer und Stipendiaten. Prof. Dr. med. Dirk Hausmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie und Ausbildungs-Beauftragter für die Ärzte im Praktischen Jahr am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel, konnte erstmals die geförderte Studierende kennenlernen. Die Stipendiatin des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel ist Annika Heubrock und studiert Humanmedizin. „Die Auswahl gerade dieser Studentin durch die Universität Göttingen ist sehr gelungen“, freute sich Prof. Hausmann. Denn Annika Heubrock arbeitet an einer Dissertation mit dem Thema „Niederlassung in ländlichen Gebieten Niedersachsens aus hausärztlicher Sicht“ am Institut für Allgemeinmedizin.
„Wir wollen die Ausbildung der späteren Mediziner tatkräftig unterstützen“, sagt Axel Burghardt, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel. „Dadurch können wir einerseits unser Bild als attraktiver Arbeitgeber weiter optimieren und andererseits damit auch die zukünftige ärztliche Versorgung in der Region fördern.“
Klinikum fördert Ausbildung von Nachwuchs-Medizinern
| Foto: Universität Göttingen
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