Nach dem Weihnachtsmann ist vor dem Osterhasen

von Thorsten Raedlein



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Wolfenbüttel. Im September kommt der Weihnachtsmann, im Februar der Osterhase. Zumindest wenn es nach den Einzelhändlern geht. Bei einigen Discountern geht es sogar noch ein Stückchen früher mit dem Verkauf der Leckereien los. Da beginnt die Ostereierzeit schon im Januar. Und lange Suchen nach dem Mümmelmann muss man da auch nicht…

Werden da etwa nach dem Weihnachtsfest die nicht verkauften Weihnachtsmänner eingeschmolzen oder sogar nur umverpackt? Natürlich nicht. “Das Gerücht von der Einschmelzung beziehungsweise Umverpackung von übrig gebliebenen Schoko-Osterhasen in Nikoläuse – oder umgekehrt – gehört in das Land der Märchen und Sagen”, dies unterstreicht der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI). “Die Hersteller von Osterhasen, Schoko-Nikoläusen oder Weihnachtsmännern fertigen ihre Saisonartikel aus stets frisch hergestellter Schokoladenmasse. Alles andere würde den hohen Qualitätsansprüchen nicht genügen und wäre auch lebensmittelrechtlich gar nicht zulässig. Auch das Umverpacken von Saisonware wäre weder gesetzlich erlaubt noch ökonomisch sinnvoll.”

Warum stehen die Süßigkeiten aber schon so früh in den Regalen? Schließlich ist Ostersonntag erst am 5.April. Der Handel legt Wert darauf, dass es ein Serviceangebot für den Kunden wäre. Zudem sagen die Hersteller, dass man den Einzelhändlern eine gewisse Vorlaufzeit geben müsse. Auf den tatsächlichen Verkaufsstart hätte man keinen Einfluss. Nicht außer acht lassen darf man den Aspekt, dass einige Verkäufer ihre Ware auf dem Ausland importieren. Da kommt der Schoko-Osterhase dann auch gerne einmal aus China. Wenn die Ware dann bereits Mitte Februar aus Fernost eintrudelt, dann kommt diese in die Regale. Die Kunden können ja am Ende selbst entscheiden wann Osterleckereien in den Einkaufskorb wandern. Möglich ist es in Wolfenbüttel auf jeden Fall schon.