Zweieinhalb Stunden dauerte die Podiumsdiskussion, zu der der Asse II‑Koordinationskreis (Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen) am Donnerstag in die Eulenspiegelhalle eingeladen hatte. Rund 120 Zuschauer erlebten eine informative und lebendige Diskussion zwischen den Landtagskandidaten zu der Frage, welche Möglichkeiten sie sehen, die Rückholung des Atommülls aus der Asse durchzusetzen. In Konzeptskizzen hatten die Teilnehmer ihre Vorstellungen schon vorab an die Organisatoren dieser Veranstaltung geschickt, die auf www.asse2.de nachgelesen werden können.
Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darin, dass die Rückholung dringend beschleunigt werden muss und dafür ein umfassender Zeitplan eine wichtige Voraussetzung darstellt. Durch verbindliche Vorgaben von Seiten des Bundesumweltministers, aber auch von Seiten des zukünftigen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen sollte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stärker in die Pflicht genommen werden, schon jetzt wichtige Meilensteine für die Rückholung in Angriffe zu nehmen: den Bau des neuen Schachtes V und die genehmigungsrechtliche Vorbereitung des Puffer- und Zwischenlagers. Um möglichst viele Maßnahmen für die Rückholung parallel durchführen zu können, wurde auch der Vorschlag gemacht, Fachpersonal von Gorleben – hier ruhen derzeit die Arbeiten – in der Asse einzusetzen.
Auch in Zukunft wollen die Podiumsteilnehmer die ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Kontakte nach Hannover und Berlin nutzen, um die Rückholung mit dem nötigen politischen Druck aus dieser Region voranzutreiben.
Wer an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, hat die Möglichkeit unter dem direkten Link http://livestre.am/4ipum sich die Aufnahme der Podiumsdiskussion (Video on Demand) anzusehen.
Schöppenstedt: Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten zu Asse II in der Eulenspiegelhalle - Filmaufnahme im Internet
| Foto: privat

