Schostock: “Schünemann fällt McAllister in den Rücken”


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Zu den heutigen Ausführungen des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) in der Zeitung „Bild am Sonntag“ erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Schostok:

„Mit seiner Forderung nach einem CDU-Sonderparteitag zum Atomausstieg fällt Minister Schünemann sowohl seiner Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch seinem Ministerpräsidenten David McAllister in den Rücken. Mit seiner Aussage, der Entschluss zur Energiewende lasse Solidität und Weitsicht vermissen, bleibt er seiner politischen Linie treu, stets Ängste und Vorbehalte zu schüren. Schünemann gibt den Rächer der enttäuschten Konservativen.

Gleichzeitig kann man feststellen, dass McAllister ein Personalproblem hat. Wenn ein Mitglied seines Kabinetts in Zuge eines politischen Egotrips die Position des eigenen Regierungschefs so unverblümt als orientierungs- und überzeugungslos angreifen kann, zeugt das von geringen Führungsqualitäten des Ministerpräsidenten. Unter McAllister dürfen sich Minister offenbar alles erlauben.

Wenige Tage vor dem ersten Jahrestag der Vereidigung McAllisters als Ministerpräsident am 1. Juli hat Schünemann einen persönlichen Angriff gestartet. Das ist ein bemerkenswertes Beispiel politischer Illoyalität.“


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