Wolfenbüttel. Ethische Entscheidungen in der Medizin betreffen meist die Grenzlinien von Gesundheit und Krankheit, von Leben und Tod, am Lebensanfang und am Lebensende. Sowohl für Angehörige, aber auch für das Personal, sind diese Entscheidungen meist schwierig zu treffen und folgenreich.
Aktuelles Beispiel ist die intensive öffentliche Diskussion um die aktive Sterbehilfe. Die medizinische Ethik kann Hilfestellung bei solchen Entscheidungen bieten. Ihre Ziele sind insbesondere die Fürsorge zum Wohlergehen des Menschen. Das Ganze steht unter dem Recht des Patienten auf Menschenwürde und auf Selbstbestimmung.
Das Ethikkomitee des Städtischen Klinikums berät bei ethischen Problemen im Klinikum. Die neun Mitglieder unter Vorsitz von Professor Rifai, dem Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, führen konkrete ethische Fallbesprechungen mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern durch. Zudem entwickeln sie ethische Standards für das Krankenhaus. Das Städtische Klinikum hat auch ein Ethikstatut.
Durch die breite Akzeptanz der Patientenverfügung hat sich in den vergangenen Jahren einiges positiv verändert. Dennoch gibt es immer wieder schwierige ethische Situationen, gerade im Bereich der möglichen Begrenzung von Therapie oder dem Verzicht auf Therapie.
Daher lädt das Ethikkomitee des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel zu einem Patienteninformationsabend zum Thema "Schwierige Entscheidungen – Therapiebegrenzung und Therapieverzicht am Lebensende" ein. Eingeladen ist dazu als Expertin Frau Dr. Andrea Dörries, die Vorsitzende des Zentrums für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum. Die Teilnahme an der öffentliche Veranstaltung am Dienstag, 24. Februar 2015 von 18.00 bis 19.30 Uhr im Konferenzzentrum des Klinikums am Neuen Weg 51a ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
"Schwierige Entscheidungen - Ehtik am Lebensende": Klinikum informiert
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