Wolfenbüttel. Ein Besuch im Freibad gehört für zahlreiche Wolfenbütteler Kinder fest zum Ferienprogramm. Häufig kommen sie ohne ihre Eltern, treffen sich mit Freundinnen und Freunden und verbringen ganze Nachmittage im und am Wasser. Damit dieser Spaß sicher bleibt, hat das Team des Stadtbads wichtige Hinweise für den Freibadbesuch zusammengestellt.
Viele Eltern stellen sich in den Ferien die Frage, ab wann sie ihr Kind allein ins Freibad lassen können. Ein wichtiger Anhaltspunkt sind die Schwimmkenntnisse. Das Seepferdchen ist ein schöner erster Erfolg, aber kein Nachweis für sicheres Schwimmen. Deshalb gilt im Stadtbad Okeraue: Kinder unter zwölf Jahren müssen beim Kauf des Eintritts einen Freischwimmerausweis vorlegen, wenn sie ohne Begleitung kommen.
Aufsicht heißt Verantwortung
Wer als Elternteil, Verwandter, Freund oder Freundin mehrere Kinder mit ins Bad nimmt, trägt Verantwortung. Eine wichtige Frage sollte man sich vorher ehrlich stellen: Wie viele Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können, kann ich tatsächlich zuverlässig im Blick behalten?„Beim Baden kann es schnell zu brenzligen Momenten kommen. Deshalb ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben“, sagt Betriebsleiter Clemens Ciecior vom Stadtbad Okeraue. „Aufsicht bedeutet, das Handy beiseitezulegen und die Kinder bewusst im Auge zu behalten".
Zu bedenken sei außerdem: Ältere Geschwisterkinder sind keine geeigneten Aufsichtspersonen. Auch wenn sie selbst sicher schwimmen, können sie die Verantwortung für jüngere Kinder nicht übernehmen. Wer sein Kind ohne erwachsene Begleitung ins Bad schickt, sollte deshalb sicher sein, dass es selbst gut schwimmen kann und sich an die Regeln hält.
Das Handy bleibt besser in der Tasche
Das Smartphone ist eine der häufigsten Ablenkungen am Beckenrand. Ein kurzer Blick auf Nachrichten oder Fotos genügt, um einen entscheidenden Moment zu verpassen. Wer Kinder beaufsichtigt, sollte das Handy deshalb bewusst zur Seite legen. Und noch aus einem zweiten Grund: Auf Foto- und Videoaufnahmen sollte im Bad verzichtet werden. Menschen befinden sich hier in einer sensiblen Umgebung und möchten nicht ungefragt aufgenommen werden.
Springen und Toben mit Rücksicht
Springen macht Spaß, aber nur, wenn man sicher schwimmen kann. Entscheidend ist die Wassertiefe: Gesprungen werden darf ausschließlich dort, wo es erlaubt ist und wo das Becken tief genug ist. Wer unsicher ist, sollte sich vorher beim Personal erkundigen. Besondere Vorsicht gilt bei Kopfsprüngen, denn in zu flachem Wasser können sie zu schweren Verletzungen führen. Vor jedem Sprung sollte man außerdem prüfen, ob andere Badegäste im Weg sind. Viele Unfälle passieren, wenn beim Toben andere ins Becken geworfen werden oder Sprünge unbedacht erfolgen. Rücksicht aufeinander sorgt dafür, dass der Badespaß für alle sicher bleibt.
Sonnenschutz und ausreichend trinken
Ein Freibadtag bedeutet viele Stunden in der Sonne. Das Team des Stadtbads rät, sich gründlich einzucremen, eine Kopfbedeckung zu tragen, auch im Wasser, und regelmäßig Schattenplätze aufzusuchen. In der direkten Mittagssonne sollte man sich nicht hinlegen. Wichtig ist außerdem, ausreichend Wasser oder mineralhaltige Getränke zu trinken. Glasflaschen gehören aus Sicherheitsgründen niemals ins Badegepäck.
Das Personal ist für alle da
Den Anweisungen des Badpersonals sollte stets Folge geleistet werden. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermahnen, tun sie das nicht, um den Spaß zu verderben, sondern weil sie die Gefahren kennen und Situationen einschätzen können, die andere nicht auf den ersten Blick erkennen. Sie behalten den Überblick und achten auf die Sicherheit aller Gäste. Und ein letzter Tipp: Wer sich unsicher fühlt oder wem es nicht gut geht, sollte nicht zögern und das Personal ansprechen.

