Wolfenbüttel. Drei Spielplätze in der Stadt Wolfenbüttel sollen durch die Einrichtung von 30er-Zonen auf den anliegenden Straßen sicherer werden. Inzwischen wurde das Tempolimit eingerichtet und die Schilder wurden aufgestellt. Nur an einem Spielplatz gilt – auch auf mehrmaligen Protest hin – weiterhin Tempo 50.
Eine Prüfung der Verwaltung, welche Spielplätze für die Einrichtung der Geschwindigkeitsbeschränkungen infrage kommen, ergab, dass dies an den Spielplätzen Doktorkamp, Leiferder Weg und Anton-Ulrich-Straße umgesetzt werden kann.
Hier gilt Tempo 30
Inzwischen wurde dort die Begrenzung eingerichtet und die Schilder wurden aufgestellt. Nun gilt dort jeweils auf einer Strecke von maximal 300 Metern im unmittelbaren Bereich des Spielplatzes Tempo 30. Nur ein Spielplatz fiel durch – der Spielplatz im Blumengarten in Groß Stöckheim. Hier, so argumentierte die Verwaltung, wären die rechtlichen Voraussetzungen für eine Reduzierung nicht erfüllt, da er nicht unmittelbar an der Straße liegt. Diese Einschätzung sorgte vor allem beim Grünen-Ratsherren Leonhard Pröttel für Empörung und Unverständnis.
Pröttel fordert weiter Tempo 30
In einem Video auf seiner Instagramseite zeigt sich Pröttel im Frühjahr vor dem Spielplatz und wollte so noch einmal auf die Situation vor Ort aufmerksam machen. Doch sowohl das Video als auch die Nachfrage im Bauausschuss und eine klare Ansage an Bürgermeister Ivica Lukanic im April führten nicht zum Erfolg – die Stadt blieb bei ihrer Einschätzung, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung an dieser Stelle nicht nötig und nicht möglich ist. Dazu heißt es in der Protokollantwort des besagten Ausschusses, dass die Verwaltung weiterhin keinen Handlungsbedarf sieht, da sich der reguläre Zugang zum Spielplatz über die Straße „Im Blumengarten“ befinde und damit dem geltenden Sicherheitsstandard entspreche und bereits in einer Tempo-30-Zone liege. Die von Pröttel angesprochenen Stellen zur Hauptstraße seien dagegen keine offiziellen Zugänge, sondern lediglich kleine Lücken in der Hecke, durch die Kinder hindurchschlüpfen könnten.
Stadt sieht zusätzlichen Zugang kritisch
Einen zusätzlichen Zugang zur Hauptstraße hält die Stadt deshalb nicht nur für unnötig, sondern sogar für problematisch. Zwar könnten Anwohner und andere Nutzer aus dem südlichen Bereich der Hauptstraße ihren Weg dadurch um rund 50 Meter verkürzen. Gleichzeitig würde ein weiterer Zugang aber die Übersichtlichkeit des Spielplatzes für Eltern und andere Aufsichtspersonen verschlechtern. Zudem sieht die Verwaltung ein erhöhtes Risiko durch den Verkehr auf der Hauptstraße.




