Wolfenbüttel. Nichts für schwache Nerven war das erste Spiel der MTV Herzöge Wolfenbüttel im Neuen Jahr. Gegen den VfL Stade tat sich das Ward-Team über die gesamte Spieldauer sehr schwer, blieb jedoch in der entscheidenden Phase cool und siegte mit 106:95 (28:21, 24:29, 27:24, 27:21).
Deutlich zu spüren war, dass sich die Mannschaft nach dem Weggang von Henje Knopke und der ungewohnt langen Weihnachtspause erst noch finden muss. Zusätzlich erschwert wurde dies jedoch durch eine enorm hohe Foulbelastung sowie einen Gegner, der sich breit aufgestellt und hoch motiviert präsentierte.
Die schnelle Herzöge-Führung (12:2, 3. Spielminute) konterten die Stader umgehend mit einem 8:0-Lauf, ehe sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Dabei kamen alle Herzöge inklusive der beiden Neuzugänge Felix Meier und Sebastian Pöschel zum Einsatz, ein echter Spielfluss wollte sich – auch bedingt durch diverse Foulprobleme – jedoch nicht einstellen. Während es auf Seiten des VfL erwartungsgemäß US-Amerikaner Davey Hopkins 33 Punkte, 10 Rebounds) war, der der Herzöge-Defense ein ums andere Mal entwischte, zeigte auf Seiten der Gastgeber erneut Ivan Emanuely, dass er auch offensiv „abliefern“ kann. Er kam auf starke 31 Zähler und war damit vor Demetrius Ward (25) und Niko Skouen (15) Topscorer. Zur Halbzeit war die Partie ausgeglichen (52:50).
Im dritten Viertel folgte die stärkste Phase des Tabellenvierten aus Stade. Aus einem 50:55-Rückstand machten die Nordlichter eine 61:55-Führung. Doch die Herzöge schlugen zurück und zwar bevorzugt von hinter der Dreipunktelinie. 15 der ersten 17 Zähler in diesem Spielabschnitt kamen von jenseits der 6,75m-Markierung und brachten die erneute Führung (69:65, 27.). In der gleichen Minute wurde es jedoch gleich wieder kritisch als Spielertrainer Demetrius Ward sein viertes Foul zugesprochen und kurz darauf auf die Bank beordert wurde. Bis zur letzten Viertelpause hielten die Herzöge eine Fünf-Punkte-Führung (79:75). Eine enge Partie blieb es jedoch bis weit ins vierte Viertel, ehe der starke Marius Pöschel (13 Punkte, 6 Rebounds) mit seinem Dreier zur 92:90-Führung einen fulminanten 17:5-Schlussspurt einleitete. Überragend dabei Ivan Emanuely, der im letzten Viertel 16 seiner 31 Punkte markierte und maßgeblich an der herausragenden Freiwurfquote (12/12) in den letzten fünf Minuten beteiligt war.
Herzöge-Geschäftsführer Nicolas Grundmann zeigte sich nach der Partie entsprechend erleichtert: „Das war ein ganz schweres Spiel für uns gegen eine Stader Mannschaft, die in dieser Besetzung sicher zu den Topmannschaften der Liga zählt. Aber auch diese Prüfung hat unser Team gemeistert. Nach Henjes Weggang hat Demetrius gefordert, dass andere Spieler in die Bresche springen. Vor allem Marius hat das heute super gemacht.“
Als fairer Verlierer zeigte sich Gästecoach Benka Barloschky: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Aber wenn man sich gegen die MTV Herzöge Schwächephasen erlaubt, wie wir heute ausgerechnet im letzten Viertel, dann sind sie jederzeit in der Lage daraus Kapital zu schlagen, herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg.“
Für die MTV Herzöge geht es Schlag auf Schlag weiter, bereits am Freitag steht die schwere Auswärtspartie bei ALBA Berlin auf dem Programm. Der Mannschaftsbus fährt um 15:00 Uhr in Wolfenbüttel ab (Förderschulparkplatz, Lindener Str. 11). Interessierte Fans können das Team für einen Unkostenbeitrag von 10 Euro begleiten. Verbindliche Anmeldungen sind unter Tel. 0176/56135880 möglich.
Trotz starkem Gegner: MTV Herzöge setzen Siegeszug fort
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