Warum Couch-Potatoes wandern sollten

von Thorsten Raedlein



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Wolfenbüttel. Jana Thiele ist Büroangestellte ohne sportliche Ambitionen. Und dann das: Rücken. Ein Bandscheibenvorfall legt sie lahm. Ausgerechnet zu Weihnachten. Da lernt sie erst einmal das Gesundheitssystem kennen und bekommt plötzlich den unbändigen Wunsch, sich zu bewegen. 

Am Freitag war die Autorin in der Wolfenbütteler Stadtbücherei zu Gast, um aus ihren beiden Büchern "Wander Woman" und "Gebrauchsanweisung für den Harz" zu lesen. Zwar ohne Rücken, dafür aber mit Hals. Trotz Erkältung war ihr humorvoller Vortrag eine Ermutigung für alle Couch-Potatoes, Übergewichtigen und Rückengeschädigten, loszugehen – bevorzugt durch den Harz. Hier hat sich die Wahl-Berlinerin gemeinsam mit zwei Freunden eine kleine Hütte gekauft und hier geht sie auf Wanderschaft.





In ihrem ersten Buch „Wander-Woman“ schildert sie ihre Erlebnisse, die sie zum Wandern gebracht haben, ihr zweites Buch „Gebrauchsanweisung für den Harz“ ist dann zu einem Reiseführer der ganz besonderen Art geworden. Selbst Harzkenner können hier noch was erfahren. Mit viel Sprachwitz durchwandert die Schriftstellerin den Harz mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und widmet sich dabei Erzählungen über Harzgrafen, Klöster und Burgruinen, Schmalspurbahnen und Thermen.