Wegen Tierfamilie: Potenziell gefährlicher Baum wird nicht gefällt

Der Tierschutz habe Vorrang, so die Stadt Wolfenbüttel. Es wurden aber Sicherungsmaßnahmen ergriffen.

Der Baum wurde gesichert.
Der Baum wurde gesichert. | Foto: Stadt Wolfenbüttel

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Wolfenbüttel. Am gestrigen Donnerstag wurde ein potenziell gefährlicher Baum im Bereich des Teichgartens an der Oker, nahe dem Wasserturm, gemeldet. Der Baum drohte instabil zu werden, was eine unmittelbare Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellte. Das berichtet die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemeldung.



Um die Sicherheit für Fußgänger sowie den fließenden Verkehr im Bereich des Teichgartens zu gewährleisten, wurde die Fällung des Baumes umgehend für den Freitag angesetzt. Im Zuge der obligatorischen Kontrollen gemäß den geltenden artenschutzrechtlichen Bestimmungen machten die Fachkräfte vor Ort jedoch eine wichtige Entdeckung: Der Baum dient derzeit einer Tierfamilie mit Jungtieren als Lebensraum. Aus Gründen des Tier- und Artenschutzes wurde die geplante Fällung daraufhin gestoppt.

Sicherungsmaßnahmen ergriffen


Anstatt den Baum zu entfernen, haben Spezialisten sofortige Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Durch gezielte Eingriffe wurde die Stand- und Bruchsicherheit so weit wie möglich stabilisiert, um die Gefährdung für die Öffentlichkeit auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig den Rückzugsort der Tiere zu bewahren.

Die Stadtverwaltung betont, dass der Schutz der Tierwelt in diesem Fall Vorrang hat, die Verkehrssicherheit jedoch weiterhin engmaschig überwacht wird. Sobald die Tierfamilie ihren Unterschlupf verlassen hat und die Jungtiere flügge beziehungsweise selbstständig sind, wird die Fällung nachgeholt. Ziel bleibt es, die langfristige Sicherheit im Bereich Teichgarten/Wasserturm wiederherzustellen.