Wolfenbütteler Kulturrat richtet sich neu aus

Der Kulturrat in Wolfenbüttel hat seine Arbeitsgrundlagen neu geregelt und will damit seine Rolle als koordinierendes Netzwerk in der regionalen Kulturszene weiter schärfen.

 Der Vorstand des Kulturrats - Markus Lüdke, Carolin Knüpper und Johanna von Anshelm.
Der Vorstand des Kulturrats - Markus Lüdke, Carolin Knüpper und Johanna von Anshelm. | Foto: Henrik Ballwanz / Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen

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Wolfenbüttel. Der Wolfenbütteler Kulturrat hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit innerhalb der Kulturlandschaft weiter zu stärken, kulturpolitische Themen aktiv aufzugreifen und die Interessen der Kultur mit einer Stimme nach außen zu vertreten. Um dieser Aufgabe noch besser nachkommen zu können, hat er sich eine neue Geschäftsordnung gegeben, die auf seiner Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurde. Damit richtet sich das Netzwerk der Kulturakteure in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel für die kommenden Jahre neu aus, heißt es in einer Pressemitteilung am, heutigen Freitag.



Ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung sei die Öffnung des Rates: Mitglied werden können alle aktiv tätigen kulturellen und künstlerischen Einrichtungen, Vereine, Gruppen sowie einzelne Kulturakteure aus Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. Neben den Kulturverwaltungen von Stadt und Landkreis sind derzeit 34 Institutionen und Einrichtungen im Kulturrat vertreten – seit der letzten Versammlung auch der „Kulturwunsch Wolfenbüttel e.V.“ und „folklicht performance e.V.“

Kulturrat als kulturpolitisches Sprachrohr


Mit der neuen Geschäftsordnung unterstreiche der Kulturrat seinen Anspruch, sich noch stärker in die Weiterentwicklung der Kulturlandschaft in Stadt und Landkreis einbringen zu wollen. Er sei Ansprechpartner für Politik und Verwaltung, möchte Kulturentwicklungsprozesse konstruktiv begleiten und den Austausch zwischen Kulturschaffenden, Kommunen und weiteren Partnern fördern. Zu seinen Aufgaben gehören außerdem die Förderung des Netzwerks unter allen Kulturakteuren, die Initiierung von Kooperationen und die Veranstaltung der biennalen Wolfenbütteler Kulturnacht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfenbüttel. Der Kulturrat stehe darüber hinaus als Partner für kulturpolitische Entscheidungen und Entwicklungsprozesse bereit, in die er seine fachliche Expertise und die Perspektiven der Kulturszene konstruktiv einbringen will.

Ein erster Aufschlag hierzu sei das kulturpolitische Podium in der Landesmusikakademie mit allen sechs Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten vor wenigen Wochen gewesen. Rund 150 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die kulturpolitischen Positionen der Kandidierenden zu informieren und mit ihnen in Gespräch zu kommen. Die Podiumsdiskussion sei ein Beispiel für das Selbstverständnis des Kulturrats, der sich als Sprachrohr für die kulturellen Belange in Stadt und Landkreis versteht, schreibt der Kulturrat.

Ehrenamtlicher Vorstand führt den Kulturrat


Vertreten wird der Kulturrat von einem dreiköpfigen, ehrenamtlich tätigen Vorstand, der für zwei Jahre gewählt wird. Den Vorsitz hat Markus Lüdke (Landesmusikakademie) im vergangenen Jahr übernommen, zweite Vorsitzende ist Carolin Knüpper (Kunstverein), Schriftführerin Johanna von Anshelm (Bildungszentrum).

„Mit der neuen Geschäftsordnung schaffen wir eine gute Grundlage, um als starkes Netzwerk die Kultur in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt der Vorsitzende Markus Lüdke. „Wir möchten uns noch stärker in kulturpolitische Diskussionen einbringen, Impulse setzen und ein verlässlicher Ansprechpartner für Politik, Verwaltung und Kulturschaffende sein.“