Wolfenbüttels Wirtschaftsförderer: 10.000 Euro für einen besseren Branchen-Mix in der Innenstadt

von Marc Angerstein


| Foto: Ado



[image=5e1764b9785549ede64ccbb4]Der Wolfenbütteler Wirtschaftsförderer Dietrich Behrens warb heute im Rahmen eines Pressegesprächs im Rathaus für das Einzelhandelsförderungsprogramm der Lessingstadt, das auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurückgeht und vom Rat der Stadt mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Demnach fördert die Stadt mit Hilfe von ortsansässigen Banken die Ansiedlung von Branchen und speziellen Einzelhandelsgeschäften in den sogenannten A- und B-Lagen der Innenstadt.

Wer in Wolfenbüttel ein Fachgeschäft für Schuhe und Lederwaren, Hobby- und Bastelbedarf, Musik, Fahrräder, Unterhaltungselektronik, Foto- und PC-Technik, Sportartikel oder Kleidung eröffnen will, kann nach einem Antrag mit einem Zuschuß aus dem städtischen Haushalt in Höhe 10.000 Euro rechnen. Darüber hinaus steht die Stadt Wolfenbüttel für Ausfallbürgschaften bei ortsansässigen Banken in gleicher Höhe zur Verfügung, wenn die Geschäftsidee als lohnenswert erachtet wird. Die Entscheidung darüber, als auch über einen etwaigen Zuschuss, fällt der Wirtschaftsförderer zusammen mit dem Bürgermeister.Das Ziel ist erstrebenswert: Eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Eine Verbesserung des Branchenmixes, in der Langen Herzogstraße (A-Lage) genauso, wie in der Okerstraße, Komißstraße oder am Kornmarkt (B-Lagen).

"Wenn wir einen Mehrwert für die Stadt Wolfenbüttel entdecken und jemand mit einer wirklich guten Idee kommt, können wir auch über die genannten Branchen hinaus fördern", erklärt Dietrich Behrens. Für dieses Jahr stehen dem Wirtschaftsförderer im Haushalt noch gut 50.000 Euro zur Verfügung.

Für das kommende Jahr wurden 100.000 Euro in den Haushalt eingestellt, die zur Förderung bereit stehen, wenn der sich morgen konstituierende Stadtrat dem in den Haushaltsbeschlüssen so zustimmt. Allerdings dürfen von diesen öffentlichen Geldern keine klassischen Betriebskosten wie Löhne und Gehälter, Strom oder Wasser bezahlt werden. Nur infrastrukturelle Maßnahmen sind zuschussfähig. Behrens benennt hier beispielhaft Ladenbaumaßnahmen oder Geschäftsausstattungen.

Besteht da nicht auch die Möglichkeit schnelles Geld zu machen? "Nein, wir setzen auf Nachhaltigkeit. Wenn das Geschäft nicht mindestens drei Jahre existiert, kann die Stadt die gewährten Zuschüsse zurückfordern", sagt Behrens und hofft optimistisch auf viele Geschäftsneuansiedlungen.


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