Region. Täglich erreichen die regionalHeute.de-Redaktion unzählige Meldungen der Polizei aus dem gesamten Verbreitungsgebiet. Dabei werden von der Polizei in eben diesen Meldungen Hinweise von Zeugen eingefordert oder Tatabläufe geschildert. Die Frage, die sich viele Leser dabei immer stellen: Warum wird oftmals auf Angaben zu Nationalität der Beteiligten verzichtet und manchmal eben nicht?
Von der Nennung der Nationalität aller Beteiligten sieht die Polizei in vielen Meldungen ab. Prompt kommt bei Lesern dann immer wieder die Frage auf, weshalb die Nationalität nicht erwähnt wird. Der Grund ist einfach: In vielen Fällen ist die Erwähnung der Herkunft und/oder eine genaue Täter-Opferbeschreibung schlichtweg nicht relevant. Entweder, weil der Täter bekannt war, oder weil er sogar bereits festgenommen wurde. Der Verzicht auf diese Angaben geschieht also nicht, weil die Polizei Informationen unter den Teppich kehren will, sondern weil sie eben manchmal keine Rolle spielen, erklärt die Polizei.
Daten müssen geschützt werden
Informationen, aufgrund derer die beteiligten Personen identifiziert oder identifizierbar gemacht werden können, dürfen nämlich nur in Ausnahmefällen bekannt gegeben werden; bei Minderjährigen sei besondere Zurückhaltung zu üben. Die Angabe der Nationalität gehöre dabei zu den besonders zu schützenden Daten und sei nur dann aufzuführen, wenn diese Angabe zum Beispiel für die Darstellung des Sachverhaltes von besonderer Bedeutung ist, oder Täter und Opfer nicht bekannt sind und aufgrund dessen nach Zeugen gesucht wird.
Aber auch hier müssen seitens der Strafverfolgungsbehörden Regeln eingehalten werden. Vor allem, wenn es dabei um die Veröffentlichung von Bildmaterial geht. Welche das sind, erfahren Sie in unserem Artikel "Fahndung: Warum Täter-Bilder erst nach Monaten veröffentlicht werden".

