Hung Do: Klassische Klavierklänge im Schlossinnenhof


Do wird die Besucher mit seinem technisch sehr reifen und ebenso gefühlvollen Spiel begeistern. Foto: Stadt Wolfsburg
Do wird die Besucher mit seinem technisch sehr reifen und ebenso gefühlvollen Spiel begeistern. Foto: Stadt Wolfsburg

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Wolfsburg. Klassische Klavierklänge erfüllen den den Innenhof von Schloss Wolfsburg. Im Rahmen eines Lehrerkonzertes wird mit Hung Do am Sonntag, 10. Juni um 18 Uhr ein junger und schon sehr erfolgreicher Pianist auf der Bühne stehen. Do wird die Besucher mit seinem technisch sehr reifen und ebenso gefühlvollen Spiel begeistern.


Erst zu Beginn des Jahres 2018 trat Hung Do eine zentrale Stelle als Klavierlehrer und Korrepetitor an der Musikschule der Stadt Wolfsburg an und präsentiert sich nunmehr auf der Internationalen Sommerbühne erstmals einer breiten Wolfsburger Öffentlichkeit. Das teilt die Stadt Wolfsburg mit.

Romantische Spätwerke von Frédéric Chopin und Ludwig van Beethoven und die impressionistische Suite "Miroirs" des Franzosen Maurice Ravel stehen auf dem Programm des jungen deutschen Pianisten mit vietnamesischen Wurzeln. Während der Komposition seiner vorletzten Klaviersonate in As-Dur op. 110 litt Ludwig van Beethoven bereits an verschiedenen Krankheiten. Die Höhen und Tiefen, die Beethoven in seiner Sonate verarbeitet, stehen jedoch der durchgehenden Gesang-lichkeit des Werkes nicht im Wege. Dass er die Krankheit überwindet, zeigt der strahlende Freudenausbruch am Ende dieser Sonate.

Chopins Polonaise-Fantasie op. 61 schwelgt ebenfalls in himmlische Sphären, durchwandert viele harmonische Bereiche und Stimmungen und lässt immer wieder die Polonaise hörbar werden, einen Tanz des polnischen Königshofes.

Unterschiedliche Bilder und Stimmungen


Die Suite "Miroirs" (Spiegelbilder) von Maurice Ravel stellt fünf ganz unterschiedliche Bilder und Stimmungen dar, von düsteren Klagegesängen, rauschenden Wellen, spanisch angehauchter Flamencomusik bis hin zu Glockenklängen. Musikalisch illustriert werden u.a. "Trauernde Vögel", "Eine Barke auf dem Ozean", das "Morgenlied des Narren" und "Das Tal der Glocken".

Seine frühe Klavierausbildung bei Tünde Zeke in Göttingen führte Hung Do u.a. zu einem 2. Bundespreis bei Klavier solo 2011 beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Sein Orchesterdebüt gab er 2009 mit Edvard Griegs Klavierkonzert op. 16 zusammen mit dem Göttinger Symphonieorchester.

Seit 2011 studiert Hung Do bei Prof. Christopher Oakden an der Musikhochschule Hannover, einer weltweit renommierten Ausbildungsstätte für Pianisten. Hier steht er derzeit kurz vor seinem Masterabschluss. Im Studienjahr 2016/17 verbrachte Hung Do ein Auslandsjahr in seinem Heimatland Vietnam, wo er am Hanoi Conservatory of Music klavierpädagogische Erfahrungen mit jungen talentierten Pianisten in der Klavierklasse von Prof. Nguyen Minh Anh sammeln konnte, die er auch zu internationalen Wettbewerben begleitete. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.