Wolfsburg. Das Insolvenzverfahren des Wolfsburger Unternehmens WOB-SKY hat mit der planmäßigen Eröffnung zum 1. Juli einen wichtigen Meilenstein erreicht, berichtet die Kanzlei Schultze & Braun in einer Pressemitteilung. Das zuständige Amtsgericht Wolfsburg hat Tobias Hartwig von der bundesweit tätigen Kanzlei zum Insolvenzverwalter des Spezialisten im Bereich Verkauf und Vermietung von Arbeitsbühnen sowie Teleskop- und Gabelstaplern bestellt.
Wie regionalHeute.de berichtete, habe der Insolvenzverwalter bereits kurz nach dem Start der Sanierung im Frühjahr mit der Suche nach einem Investor für WOB-SKY begonnen und dafür die Unternehmensberatung Deloitte beauftragt. „Wir stehen derzeit mit mehreren Interessenten für eine Übernahme in Kontakt, und unser Ziel ist, dass wir das Unternehmen und die Arbeitsplätze am Standort Wolfsburg erhalten. Angesichts des großen Interesses und der Tatsache, dass wir mit dem Verkaufs- und Vermietungsgeschäft inzwischen wieder Gewinne erwirtschaften, bin ich zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen“, sagt Tobias Hartwig.
Einstieg eines Investors oder Übernahme in Unternehmensgruppe möglich
Eine Fortführungslösung für WOB-SKY wäre durch den Einstieg eines Investors in das bestehende Unternehmen, aber auch durch die Integration in eine Unternehmensgruppe möglich. Die Verhandlungen mit den Interessenten sollen über den Sommer abgeschlossen werden. „In den Gesprächen zeigt sich, dass WOB-SKY mit der großen Auswahl an Maschinen und Gerätschaften und der Erfahrung und dem Know-how der hochqualifizierten und engagierten Belegschaft punkten kann“, sagt der Insolvenzverwalter.
Der Verkauf und die Vermietung von Arbeitsbühnen sowie Teleskop- und Gabelstaplern, aber auch das Schulungs- und Serviceangebot von WOB-SKY laufen unterdessen in vollem Umfang weiter. „Es freut uns sehr, dass uns unsere Kunden, die aus der Region rund um Wolfsburg, aus Niedersachsen und dem gesamten Bundesgebiet kommen, die Treue halten und uns mit ihren Aufträgen unterstützen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und dafür möchten meine Mitarbeitenden und ich uns herzlich bedanken“, sagen Oliver Barth, der Geschäftsführer von WOB-SKY und Tobias Hartwig. „Unser Dank gilt auch der Belegschaft, die mit ihrem Einsatz maßgeblich dazu beiträgt, dass wir wieder positiv in die Zukunft schauen können und es bei WOB-SKY wirtschaftlich wieder nach oben geht!“
Die Belegschaft ist über die positive Entwicklung informiert – Vorarbeit des Geschäftsführers
Die 15 Mitarbeitenden von WOB-SKY wurden bereits von Insolvenzverwalter Hartwig und Geschäftsführer Oliver Barth über den Stand der Dinge und die nächsten Schritte informiert. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens waren unter anderem durch das herausfordernde Marktumfeld im Bau- und Immobilienbereich entstanden, das sich auch angesichts der steigenden Preise für Materialien und Rohstoffe stetig eingetrübt hatte. „Die finanzielle Schieflage konnten wir mit den Optionen und Instrumenten des Insolvenz- und Sanierungsrechts beheben, sodass WOB-SKY nun auch unter Vollkosten wieder schwarze Zahlen schreibt“, sagt Tobias Hartwig. „Ein entscheidender Faktor war und ist der Einsatz von Geschäftsführer Oliver Barth. Durch seine Vorarbeit und seinen Fokus auf das gemeinsame Ziel – die Sanierung von WOB-SKY – konnten wir diese positive Entwicklung schaffen. Das verdient Dank und Respekt!“
Ende Juni war der Insolvenzgeldzeitraum ausgelaufen. Das Unternehmen ist nun so aufgestellt, dass die Löhne und Gehälter der Belegschaft wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden können. Das sei ein weiterer Beleg für die positive Entwicklung des Unternehmens.

