IZB und Automobilkongress bringen internationale Wirtschaft nach Wolfsburg

Die Internationale Zuliefererbörse und der Deutsch-Chinesische Automobilkongress haben in dieser Woche zahlreiche internationale Gäste nach Wolfsburg gebracht.

Die Schirmherren der IZB 2026 (v.l.n.r.): Karsten Schnake, Volkswagen AG; Dr. Tim Schumacher, Wolfsburg AG; Ministerpräsident Olaf Lies; Oberbürgermeister Dennis Weilmann; Kai Grünitz, Volkswagen AG.
Die Schirmherren der IZB 2026 (v.l.n.r.): Karsten Schnake, Volkswagen AG; Dr. Tim Schumacher, Wolfsburg AG; Ministerpräsident Olaf Lies; Oberbürgermeister Dennis Weilmann; Kai Grünitz, Volkswagen AG. | Foto: Stadt Wolfsburg

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Wolfsburg. Rund 40.000 Fachbesucher und 858 Aussteller aus 36 Nationen kamen vom 27. bis 29. Oktober zur Internationalen Zuliefererbörse (IZB) in die Stadt. Am 30. Oktober wurde der internationale Austausch mit dem 10. Deutsch-Chinesischen Automobilkongress in der Autostadt fortgesetzt.



Beide Veranstaltungen unterstreichen die Bedeutung Wolfsburgs als international vernetzter Automobil- und Technologiestandort. Davon profitiert nicht nur die Industrie. Auch Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und regionale Dienstleister erleben zusätzliche Nachfrage. Gleichzeitig entstehen Kontakte, Kooperationen und wirtschaftliche Perspektiven, die weit über die Veranstaltungswoche hinausreichen können.

Internationale Kontakte als Motor für neue Partnerschaften


„Die IZB und der Deutsch-Chinesische Automobilkongress sind ein Gewinn für Wolfsburg. Sie bringen internationale Unternehmen und Fachleute in unsere Stadt, stärken unsere Wirtschaft und machen Wolfsburg weltweit sichtbar. Davon profitieren viele Betriebe vor Ort – vom Hotel und Restaurant bis zum regionalen Dienstleister. Besonders wichtig sind aber auch die Kontakte und Partnerschaften, aus denen neue Projekte, Investitionen und langfristige Geschäftsbeziehungen entstehen können“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Wirtschaftliche Impulse für die gesamte Stadt


Oberbürgermeister Dennis Weilmann informiert sich über aktuelle technische Entwicklungen.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann informiert sich über aktuelle technische Entwicklungen. Foto: Stadt Wolfsburg


Die wirtschaftlichen Effekte der IZB reichen weit über das Messegelände hinaus. Internationale Gäste übernachten in Wolfsburger Hotels, besuchen Restaurants und nutzen Angebote des Einzelhandels. Regionale Unternehmen erhalten zusätzliche Aufträge, etwa im Messebau, in der Veranstaltungstechnik oder im Transport.


Noch nachhaltiger können die Geschäftskontakte sein, die während der Messe entstehen. Unternehmen lernen potenzielle Partner kennen, tauschen sich über neue Technologien aus und bahnen Kooperationen an. Eine belastbare Gesamtzahl zu den wirtschaftlichen Auswirkungen liegt zwar nicht vor. Die internationale Dimension der Messe zeigt sich jedoch deutlich: Mehr als 43 Prozent der 858 Aussteller kamen aus dem Ausland. Auf rund 38.000 Quadratmetern präsentierten sie 58 Innovationen, darunter elf Weltpremieren. Auch 14 der weltweit 20 umsatzstärksten Automobilzulieferer waren vertreten.

Deutsch-Chinesische Beziehungen mit Tradition und Zukunft


Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen IZB lag auf China. 45 chinesische Automobilzulieferer präsentierten sich im CIPA-HUB. Die internationale Vernetzung wurde am 30. Oktober beim 10. Deutsch-Chinesischen Automobilkongress in der Autostadt fortgesetzt. Für Wolfsburg sind diese Beziehungen von besonderer Bedeutung: Durch Volkswagen bestehen seit Jahrzehnten enge wirtschaftliche Verbindungen nach China. Hinzu kommen die partnerschaftlichen Beziehungen zu chinesischen Städten. In dieser Woche feiert Wolfsburg außerdem 20 Jahre Städtefreundschaft mit Changchun.

„Wirtschaftliche Zusammenarbeit braucht mehr als gemeinsame Interessen. Sie braucht Vertrauen, Verlässlichkeit und den persönlichen Austausch. Der Deutsch-Chinesische Automobilkongress und unsere Städtefreundschaft mit Changchun zeigen, wie wichtig solche gewachsenen Verbindungen sind. Wolfsburg möchte auch künftig ein offener und verlässlicher Partner für chinesische Unternehmen in Europa sein“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Industrielle Stärke für neue Zukunftschancen nutzen


Mit der neuen Cross Industry Area und der Beteiligung von Start-ups öffnete sich die IZB erstmals gezielt für weitere Branchen. Das passt zum Standortkonzept Wolfsburg 2035+, mit dem die Stadt gemeinsam mit Volkswagen, der Wolfsburg AG und der WMG zusätzliche Wachstumsfelder erschließen möchte. Potenziale liegen unter anderem in der Kreislaufwirtschaft, der Medizintechnik, Sicherheit und Zivilschutz sowie bei urbanen Technologien.

Ziel ist es, die industriellen und technologischen Kompetenzen Wolfsburgs weiterzuentwickeln und auch für neue Branchen nutzbar zu machen. Internationale Partnerschaften und der Austausch zwischen unterschiedlichen Unternehmen und Forschungsbereichen spielen dabei eine wichtige Rolle.

25 Jahre IZB: Eine Erfolgsgeschichte für Wolfsburg


Seit ihrer Premiere im Jahr 2001 hat sich die IZB von zunächst 128 Ausstellern zu einer international etablierten Fachmesse entwickelt. Mit rund 40.000 Fachbesuchern kamen 2026 etwas mehr Gäste als bei der vorherigen Ausgabe 2024. Die Wolfsburg AG als Veranstalterin zieht eine positive Bilanz. Die nächste IZB findet vom 10. bis 12. Oktober 2028 in Wolfsburg statt.

Die zurückliegende Woche hat gezeigt, welche Chancen in Wolfsburgs internationaler Vernetzung liegen: Die Stadt bringt Unternehmen und Menschen aus aller Welt zusammen, stärkt bestehende Wirtschaftsbeziehungen und schafft Raum für neue Partnerschaften. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Zukunftsfähigkeit des gesamten Standorts.

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