Schülerzahlen steigen: Stadt plant hier den Neubau einer Grundschule

Die Stadtverwaltung will eine moderne Grundschule errichten und Sportangebote vor Ort stärken.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg will die Bildungs- und Sportinfrastruktur in Hattorf und Heiligendorf zukunftsfähig weiterentwickeln. Mit einer Grundsatzvorlage will die Verwaltung jetzt die Planungen für einen neuen Grundschulstandort in Heiligendorf sowie den Neubau eines Sportplatzes auf den Weg bringen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Über die Vorlage beraten zunächst die politischen Gremien, bevor der Rat der Stadt Wolfsburg voraussichtlich am 17. Juni entscheidet.



Geplant ist der Neubau einer 2,5-zügigen Grundschule für die Grundschule Schunterwiesen auf dem bisherigen Sportgelände an der Neuen Straße in Heiligendorf. Die Schule soll moderne Unterrichts- und Aufenthaltsbereiche, zeitgemäße Außenanlagen sowie eine entsprechende Ausstattung erhalten. Hintergrund sind die seit Jahren steigenden Schülerzahlen im Planungsbereich Hattorf/Heiligendorf. Bereits heute ist die Grundschule dauerhaft stark ausgelastet.

Investition in zwei Wolfsburger Ortsteile


„Mit den geplanten Maßnahmen investieren wir gezielt in die Zukunft von Hattorf und Heiligendorf. Dabei geht es nicht nur um moderne Bildungsangebote, sondern ausdrücklich auch um den Erhalt und die Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur vor Ort. Sportvereine und Bewegungsangebote leisten einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in unseren Ortsteilen. Mit der Neuordnung der Flächen schaffen wir die Grundlage dafür, dass Schule, Sport und Gemeinschaft auch künftig gute Rahmenbedingungen vorfinden“, betont Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Die Verwaltung sieht in dem Vorhaben eine langfristige Lösung, die verschiedene Anforderungen im Ortsbereich miteinander verbindet. „Wir denken die Entwicklung des Standorts bewusst ganzheitlich. Mit der neuen Schule und der Neuordnung der Sportflächen schaffen wir nicht nur zusätzliche Kapazitäten, sondern auch die Grundlage für eine flexible und nachhaltige Entwicklung des Ortsbereichs in den kommenden Jahren“, erklärt Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat.

Neubau als langfristig tragfähige Lösung


Im Vorfeld habe die Stadtverwaltung verschiedene Varianten geprüft – darunter auch eine Sanierung der bestehenden Gebäude. Diese hätte jedoch erhebliche Einschränkungen für den laufenden Schulbetrieb bedeutet und umfangreiche Interimslösungen erforderlich gemacht. Deshalb bewertet die Verwaltung einen Neubau als die langfristig sinnvollere und wirtschaftlich tragfähigere Lösung. „Wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen. Sanieren klang zunächst nach dem sparsameren Weg – aber, wenn man genau hinschaut, was das für den laufenden Betrieb, für die Kinder und am Ende auch für den Haushalt bedeutet hätte, war der Neubau die verantwortungsvollere Wahl. Nicht die einfachere – die richtige.", sagt Bildungsdezernentin Iris Bothe.

Bis zur Fertigstellung der neuen Schule sollen am bisherigen Standort in Heiligendorf vorübergehend Modulbauten genutzt werden. Nach dem Umzug werden die Modulbauten am Standort Hattorf zurückgebaut. Ein Zug bleibt dort weiterhin in den bestehenden Gebäuden bestehen.

Voraussetzung für die weitere Entwicklung ist zudem die geplante Verlagerung der Feuerwehr in einen Neubau. Die einzelnen Maßnahmen werden deshalb eng miteinander abgestimmt. Ziel der Gesamtplanung ist es, die Bildungs- und Sportangebote in Hattorf und Heiligendorf dauerhaft zu stärken und den Ortsbereich zukunftsfähig aufzustellen.