Neues Schulzentrum für 235 Millionen Euro geplant

Die Stadt setzt bei diesem gewaltigen Umbau-Projekt auf eine Öffentlich-Private Partnerschaft. Ab 2030 könnte es losgehen.

Christian Brinsa, Geschäftsbereichsleiter Hochbau, Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat, Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule (v.l.), präsentierten gemeinsam das Konzept.
Christian Brinsa, Geschäftsbereichsleiter Hochbau, Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat, Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule (v.l.), präsentierten gemeinsam das Konzept. | Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg. Das Bildungs- und Freizeitzentrum (BFZ) im Stadtteil Westhagen wird grundlegend erneuert – das teilt die Stadt Wolfsburg jetzt mit. Die Verwaltung plane Sanierung, Teilneubau und einen langfristigen Betrieb durch einen privaten Partner. Die nötigen Gesamtinvestitionen werden sich wohl auf 235 Millionen Euro belaufen. Der Rat der Stadt entscheidet am 17. Juni über den nächsten Schritt.



Das BFZ Westhagen ist seit Jahrzehnten mehr als ein Schulgebäude. Zwei weiterführende Schulen, eine Stadtteilbibliothek, ein Jugendzentrum und ein Bürgersaal teilen sich den Komplex. Der Gebäudekomplex ist aber in die Jahre gekommen: Der Sanierungsbedarf sei erheblich, moderne Lernumgebungen sehen heute anders aus, merkt die Stadt in einer Pressemitteilung an. Das soll sich ändern. Geplant sind offene Lernlandschaften, flexible Räume und ein Gebäude, das den ganzen Tag über lebt – für Schüler und alle Menschen aus dem Stadtteil.

Ein Versprechen an die Menschen in Westhagen


„Das BFZ Westhagen ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Versprechen an die Menschen in Westhagen. Mit dieser Investition bekennen wir uns klar zu einem Stadtteil, der Stärke verdient. Wir schaffen Orte, an denen Bildung, Begegnung und Teilhabe zusammenwachsen – und das für die nächsten Generationen”, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.

Deswegen soll eine Öffentlich-Private Partnerschaft entstehen


Die Stadt habe verschiedene Umsetzungsmodelle geprüft. Das Ergebnis: Eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) biete laut städtischer Pressemitteilung gegenüber einer klassischen Eigenrealisierung messbare Vorteile – wirtschaftlich wie qualitativ. Planung, Bau und Betrieb werden gebündelt an einen privaten Partner vergeben, der über 25 Jahre Verantwortung für das Gebäude trägt. Die Stadt bleibt Eigentümerin.

Die Gesamtinvestition beträgt bis zu 235 Millionen Euro. Das ÖPP-Modell bringt dabei je nach Szenario einen rechnerischen Vorteil von vier bis zehn Prozent gegenüber einer Eigenrealisierung.

„Die aktuelle Ausrichtung der Planung ermöglicht eine wirtschaftliche Entwicklung des Schulzentrums, die gleichzeitig einen städtebaulichen Mehrwert für den Stadtteil darstellt“, erklärt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.

Mehr als Schule – ein Ort für den Stadtteil


„Kinder und Jugendliche lernen heute anders – und Räume müssen das ermöglichen. Das neue BFZ schafft Lernumgebungen, die eigenständiges und kooperatives Lernen fördern. Aber das Gebäude ist mehr als Schule: Es ist ein Ort, an dem Menschen aus dem Stadtteil zusammenkommen, an dem Jugendhilfe, Kultur und Bildung ineinandergreifen. Genau das macht gute Stadtteile aus”, betont Schul- und Sozialdezernentin Iris Bothe.

Das Vergabeverfahren startet nach dem Ratsbeschluss und soll bis 2027 abgeschlossen sein. Die Planung beginnt 2028, der Baubeginn ist für 2030/31 vorgesehen. Schul- und Sportbetrieb laufen während der gesamten Bauzeit weiter.