So Corona-sicher sind Blutspenden - DRK informiert

Es werden weiter dringend Spenden benötigt. Die nächste Gelegenheit gibt es am 19. August.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Wolfsburg. Nach wie vor werden dringend Blutspenden benötigt. Die nächste Gelegenheit zur Spende gibt es am Freitag, 19. August, von 12:30 bis 17 Uhr im Walter-Flex-Weg 10. Jeder Spender erhält eine kleine Sommerüberraschung. Der Ortsverein Wolfsburg-Mitte des DRK nimmt dies zum Anlass, in einer Pressemitteilung über Spende und Sicherheit von Blut, Blutprodukten und Stammzellzubereitungen in Zeiten von Corona zu informieren.


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Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Infektionen (SARS und MERS) und weiteren Viren, die zu Atemwegsinfektionen führen, sei die Gefahr einer transfusionsbedingten Übertragung des SARS-CoV-2 nach bisherigem Erkenntnisstand als unbegründet anzusehen, so das DRK. Eine Untersuchung an infizierten Personen mit und ohne Symptome bestätige diese Einschätzung. Gleichzeitig bestehe bei weiterer Ausbreitung von SARS-CoV-2 das Risiko einer Verknappung mit Blutkomponenten, sofern nicht weiterhin ausreichend Blut gespendet werde.

Keine Personen mit Infektsymptomen


In der Hämotherapie-Richtlinie, die die Spenderauswahlkriterien festlegt, sind routinemäßig die Messung der Körpertemperatur und eine infektionsbezogene Befragung der spendewilligen Personen zum Ausschluss fieberhaft Erkrankter von der Blutspende vorgeschrieben. Daher werden Personen mit Infektsymptomen, selbst wenn diese geringfügig sind, grundsätzlich von der Blutspende zurückgestellt.

Aufgrund der aktuellen Situation weltweit hebt das Paul-Ehrlich-Institut die Empfehlung vom 10. Februar 2020 auf, speziell Reiserückkehrer aus China von der Blut-, Plasma- oder Stammzellspende zurückzustellen. Die bereits geltenden Rückstellfristen wegen anderer Infektionserreger wie Malaria, Chikungunya, WNV (West-Nil-Virus) bleiben uneingeschränkt erhalten. Zudem werden die zu diesem Zeitpunkt empfohlenen Rückstellfristen in Bezug auf SARS-CoV-2 an die jetzt vorliegenden Erkenntnisse angepasst. Das bedeutet, dass spendewillige Personen mit fieberhafter SARS-CoV-2-Infektion entsprechend den Vorgaben der Hämotherapierichtlinie zu ihrem eigenen Schutz für mindestens vier Wochen nach völliger Genesung von der Spende zurückgestellt werden. Nach einem unkomplizierten Infekt (asymptomatischer Verlauf) sind spendewillige Personen für mindestens eine Woche zurückzustellen. Hierbei sind die geltenden Corona-Verordnungen zu berücksichtigen.

Kontaktpersonen dürfen spenden


Personen mit einem gesicherten Kontakt zu SARS-CoV-2-Infizierten sowie zu COVID-19-Erkrankten dürfen spenden, wenn die aktuellen Regelungen zu Quarantäne- und Isolierungsdauern bei SARS-CoV-2-Expositionen und -Infektionen berücksichtigt werden. Die genannten Spenderauswahlkriterien stellen sicher, dass weiterhin Blut-, Plasma und Stammzellprodukte von hoher Qualität gewonnen werden können.

Um eine Versorgung mit einer ausreichenden Menge an Blutkomponenten auch während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie zu ermöglichen, weist das Paul-Ehrlich-Institut ausdrücklich darauf hin, dass spendewillige Personen, die keinen Kontakt zu SARS-CoV-2-Infizierten hatten und keine grippeähnlichen Symptome aufweisen (Fieber, Husten, Atembeschwerden), weiterhin Blut spenden sollen.

Paul-Ehrlich-Institut zuständig


Im Rahmen seiner Zuständigkeit steht das Paul-Ehrlich-Institut den Landesbehörden bei Fragen zur Sicherheit wie auch zur Sicherstellung der Versorgung mit Blut-, Plasma und Stammzellprodukten zur Verfügung. Das Paul-Ehrlich-Institut wird die Blutspendeeinrichtungen sowie die Öffentlichkeit zeitnah informieren, sobald neue Erkenntnisse hinsichtlich der SARS-CoV-2-Endemie und der Blutsicherheit vorliegen.


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