Cremlingen. Wird es den Flexo-Bus in Cremlingen und Sickte auch im kommenden Jahr geben? Diese Frage beschäftigt derzeit die Kreispolitik Wolfenbüttel. Denn während die Fahrgastzahlen stabil sind und das Angebot in der Bevölkerung auf große Resonanz stößt, steht die künftige Finanzierung auf der Kippe.
Laut einer Beschlussvorlage, mit der sich in der vergangenen Woche der Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Gesundheit befasste und über die der Kreistag final entscheidet, ist die Weiterfinanzierung nicht gesichert, da die bisherige finanzielle Unterstützung durch den Regionalverband Ende 2026 ausläuft. Ab dem Jahr 2027 müsste der Landkreis Wolfenbüttel die Kosten von knapp 300.000 Euro für das Jahr 2027 allein tragen. Aufgrund dieser Tatsache suchte die Kreisverwaltung das Gespräch mit den betroffenen Gemeinden Cremlingen und Sickte.
Sickte steigt bei Finanzierung aus
Das Ergebnis dieser Verhandlungen ist zweigeteilt: Während die Samtgemeinde Sickte der zukünftigen Finanzierung eine Absage erteilte, habe die Gemeinde Cremlingen signalisiert, den Fortbestand mit einem jährlichen Zuschuss von 100.000 Euro zu unterstützen. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass sich der Landkreis Wolfenbüttel ebenfalls an den Kosten beteiligt und der Haushalt der Gemeinde Cremlingen genehmigt wird.
Für die Bürger ist der Bus ein wichtiger Alltagsbegleiter, wie Auswertungen des Regionalverbands zeigen. Demnach nutzen monatlich durchschnittlich 1.854 Fahrgäste das Angebot. Besonders die Verbindung zum Bahnhof Schandelah und in das Gewerbegebiet Am Moorbusche wird häufig genutzt.
Laut Regionalverband könnte, sollten Einsparungen nötig sein, über eine weitere Betriebszeiten-Reduzierung nachgedacht werden. Bereits zu Anfang des Jahres waren die Bedienzeiten um zwei Stunden gekürzt worden. Unter anderem könnten die Fahrten an Sonn- und Feiertagen eingestellt werden.
Schnelle Entscheidung
Eine Entscheidung muss schnell her. Denn damit der Betrieb ab Januar 2027 nahtlos weiterlaufen kann, benötigt das Verkehrsunternehmen bis zum 1. Juli 2026 Planungssicherheit. Die endgültige Entscheidung über den Fortbestand fällt der Kreistag in seiner Sitzung am 29. Juni 2026.

