Anthropic-Sperre treibt Nachfrage nach KI außerhalb der USA

Die Sperre der leistungsstärksten KI-Modelle von Anthropic für Nutzer und Unternehmen außerhalb der USA sorgt für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach nicht-US-amerikanischen KI-Anbietern.

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Junge Frau mit Laptop (Archiv)
Junge Frau mit Laptop (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Toronto. Die Sperre der leistungsstärksten KI-Modelle von Anthropic für Nutzer und Unternehmen außerhalb der USA sorgt für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach nicht-US-amerikanischen KI-Anbietern. "Das Telefon klingelt durchgehend", sagte Joelle Pineau, KI-Chefin des kanadischen KI-Unternehmens Cohere, dem "Handelsblatt".


Bereits kurz nach Bekanntwerden der Maßnahme hätten sich Regierungen, Unternehmen und Investoren auf der Suche nach neuen Partnern und Lösungen gemeldet. "Die Pipeline ist voll", so Pineau. Hintergrund ist ein Erlass der US-Regierung, der Anthropic untersagt, ausländischen Nutzern Zugang zu den Modellen "Fable 5" und "Mythos 5" zu gewähren. Die Entscheidung hat in Europa eine Debatte über die Abhängigkeit von US-KI-Technologien ausgelöst.

Für viele sei die Sperre ein "Weckruf" gewesen, sagte Pineau dem "Handelsblatt". Cohere hofft, langfristig von der Debatte zu profitieren. "Wir hoffen, dass Investoren dadurch ihre Investments stärker diversifizieren und wir dadurch weiterhin immer größere Modelle trainieren können", sagte Pineau dem "Handelsblatt".