Braunschweig. Der Nordpark mit Jugendplatz ist vom Bund Deutscher Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten (BDLA) mit dem norddeutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet worden. Braunschweig überzeugte mit der hervorragenden Qualität des Nordparks in der Kategorie "Mi geiht dat goot!". Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Auf rund 3,3 Hektar entstand 2022 bis 2023 östlich des ehemaligen Nordbahnhofs, zwischen Geysostraße und Luftschifferweg, ein vielfältig nutzbarer öffentlicher Freiraum. Der Park verbindet das Nördliche Ringgebiet mit der Innenstadt und ist an das Ringgleis, den beliebten Freizeitweg auf alter Industriebahntrasse rund um die Stadt, angebunden.
Bei der Planung wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer im Rahmen des Braunschweiger Beteiligungsverfahrens ebenso berücksichtigt wie Inklusion und Klimaanpassung. So tragen Retentionsbereiche und Sickermulden zu einem nachhaltigen Umgang mit Niederschlagswasser bei. Planung und Umsetzung erfolgten durch das Referat Grün- und Freiraumplanung der Stadt Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro chora blau aus Hannover.
Preis für herausragende Projekte
Der BDLA, vertreten durch die vier Landesverbände Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen sowie Schleswig-Holstein, hat in diesem Jahr erstmals einen Landschaftsarchitekturpreis ausgelobt. Gesucht wurden herausragende Projekte der Freiraum- und Landschaftsgestaltung aus Norddeutschland. Ziel war es, herausragende Leistungen der Profession zu würdigen und öffentlich sichtbar zu machen. Insgesamt wurden 107 Arbeiten eingereicht, von denen 24 für die zweite Runde nominiert wurden.
Daraus wählte eine siebenköpfige, international besetzte Jury die Preisträger aus. Sie vergab Auszeichnungen in fünf weiteren Kategorien. Hinzu kamen ein Publikumspreis und ein norddeutscher Landschaftsarchitekturpreis. Der Hauptpreis ging an ein Projekt aus dem Bereich Landschaftsplanung und Naturschutz in Berne für die Ausgestaltung einer Flussinsel im Einfluss der Gezeiten. Den Publikumspreis erhielt ein Projekt, das sich mit der Transformation des Braunkohlereviers in Helmstedt beschäftigte. Im Rahmen der Verleihung am 4. September erläuterte Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing als Schirmherr die äußerst komplexen und vielfältigen Aufgaben der Landschaftsarchitektur.
Stadt investierte rund 1,4 Millionen Euro
Zum neuen Zentrum des Nordparks ist der Jugendplatz geworden, der jungen Menschen unterschiedlichster Altersgruppen vielfältigste Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Aufenthalt bietet, mit Pumptrack, Streetballfeld, Boulderwand, Calisthenics-Anlage und Tischtennisplatte. Ein angelegter Hügel mit Sitzstufen dient als Aufenthaltsbereich und Tribüne - bei Schnee auch als Rodelhügel. Ergänzt wird das zentrale Angebot durch den westlich angrenzenden Kinderspielbereich "Drachenland" mit einer rund vier Meter hohen Holzskulptur in Form eines Drachenkopfes sowie weiteren Spiel- und Kletterangeboten. Die Stadt Braunschweig investierte in die Parkgestaltung rund 1,4 Millionen Euro.

