Braunschweig. Die Gewerkschaft ver.di hat für den 3. September zu einem Warnstreik bei der Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH aufgerufen. Das teilte das Städtische Klinikum Braunschweig (skbs) in einer Pressemitteilung mit.
Nach Angaben des Klinikums können sich durch den Warnstreik Abläufe insbesondere in den Bereichen Reinigung sowie Ver- und Entsorgung verzögern. Die Patientenverpflegung sei sichergestellt. Einzelne Geschirrkomponenten könnten demnach ausgetauscht werden oder fehlen.
Auswirkungen und Notdienstvereinbarung
Die grundsätzliche Versorgung der Patientinnen und Patienten soll während des Streiks nach Angaben des skbs vollständig gewährleistet bleiben. Grundlage dafür ist eine im Vorfeld mit der Gewerkschaft geschlossene Notdienstvereinbarung. Diese regelt Art und Umfang der erforderlichen Notdienste in besonders kritischen Bereichen eines Krankenhauses. Dazu zählen im skbs beispielsweise die Reinigung von Operationssälen sowie Transportdienste für Medikamente und Labore.
Die Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des skbs und beschäftigt nach Angaben des Klinikums rund 800 Mitarbeiter. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Gebäudereinigung in den Kliniken sowie Tätigkeiten in den Bereichen Hauswirtschaft, Transportdienste, Bistro und Spülküchen.
Hintergrund des Warnstreiks
Hintergrund des angekündigten Warnstreiks sind laufende Gespräche zwischen der Geschäftsführung der Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH und der Gewerkschaft ver.di. Nach Angaben des Klinikums finden diese Gespräche seit dem 25. Juni statt. Ver.di fordert demnach, die Beschäftigten der Klinikdienste in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) einzubeziehen.
Das Klinikum teilte weiter mit, dass die Geschäftsführung im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens ein Gegenangebot vorgelegt habe. Nach ihrer Einschätzung wäre die Klinikdienste GmbH derzeit nicht in der Lage, die mit einer Einbeziehung in den TVöD verbundenen Kostensteigerungen auszugleichen. Die Gespräche zwischen den Parteien würden fortgesetzt. Zuletzt fanden den Angaben zufolge am 14. und 28. August Gespräche statt.
Die Geschäftsführung der Klinikum Braunschweig Klinikdienste GmbH und des skbs bewerten die aktuelle Entwicklung nach eigenen Angaben kritisch im Hinblick auf den Weiterbetrieb des Unternehmens.

