Fahrradabstellanlagen auf dem Messegelände? Stadt mit klarer Ansage

Im Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet hatte man diesbezüglich ein Defizit ausgemacht und Abstellflächen mit mindestens 100 Bügeln gefordert.

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Archivbild vom Braunschweiger Messegelände.
Archivbild vom Braunschweiger Messegelände. | Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Antrag im Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet gegeben, auf dem Messegelände an der Theodor-Heuss-Straße Fahrradabstellflächen mit mindestens 100 Bügeln zu schaffen. Die Verwaltung hatte dies seinerzeit aufgrund der nicht ausreichenden Haushaltsmittel abgelehnt. Doch im Stadtbezirksrat hat man nicht locker gelassen. Nun gibt es eine eindeutige Aussage der Verwaltung.



Derzeit gebe es auf dem Messegelände keine vernünftige Möglichkeit, ein Fahrrad abzustellen, hatte es im Ursprungsantrag geheißen. Dies sei zum Beispiel beim 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt im August letzten Jahres deutlich geworden. Viele Besucher seien mit dem Fahrrad gekommen und hätten ihre Räder kreuz und quer an der Umzäunung befestigt. Dasselbe passiere auch, wenn Flohmarkt ist.

Kosten von etwa 30.000 Euro


Zu diesem Antrag aus dem Sommer 2025 gab es im November eine Stellungnahme der Verwaltung. Diese ging lediglich auf den finanziellen Aspekt ein. 50 Anlehnbügel zur Schaffung von 100 Abstellplätzen für Fahrräder würden nach einer groben Kostenschätzung etwa 30.000 Euro kosten. Für die Unterhaltung des Messegeländes seien derzeit jährlich rund 20.000 Euro im Haushalt eingestellt. Vor diesem Hintergrund könne aufgrund der nicht ausreichenden Haushaltsmittel die Schaffung von 100 Fahrradabstellplätzen derzeit nicht realisiert werden.

In der Sitzung des Stadtbezirksrates im November wurde daraufhin gefordert, weitere Maßnahmen zu prüfen. Etwa eine schrittweise Umsetzung oder die Einbeziehung des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr. Da es darauf keine Reaktion der Verwaltung gab, hatte der Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet im Mai in einer Anfrage um Mitteilung des Sachstandes gebeten. Diese erfolgte nun im Juni. Darin stellt die Verwaltung klar, dass man generell von der Idee nichts halte.

Nutzbarkeit werde eingeschränkt


Neben dem erneuten Hinweis auf fehlende Haushaltsmittel heißt es, dass die Schaffung von Fahrradabstellplätzen auf dem Messegelände aus Sicht der Verwaltung nicht zweckdienlich sei. Zum einen würde dadurch die Nutzbarkeit des Messegeländes grundsätzlich eingeschränkt und zum anderen müssten insbesondere im Eingangsbereich Rangierflächen für große Fahrzeuge und Gespanne zur Verfügung stehen (zum Beispiel beim Schoduvel).

Das Messegelände werde bei Großveranstaltungen wie Flohmärkten regelmäßig komplett eingezäunt. Bei einer Errichtung von Abstellplätzen auf dem Gelände hätte dies zur Folge, dass Fahrradfahrer mit den Rädern durch den Eingangsbereich müssten, ohne zu wissen, ob noch freie Stellplätze vorhanden seien. Bei Auslastung der Stellplätze hätte dies zur Folge, dass dann Fahrräder auf dem Veranstaltungsgelände abgestellt werden würden, was wiederum die Nutzbarkeit des Geländes einschränken und die Veranstaltung stören würde.

Kein Platz im Straßenraum


Die Einrichtung von Fahrradabstellplätzen in dem öffentlich gewidmeten Straßenraum im Bereich des Messegeländes in der gewünschten Anzahl ist nicht möglich, da ansonsten der öffentliche Verkehr eingeschränkt werden würde.