Trotz Rückstau: An dieser Kreuzung bleibt die Ampelschaltung wie sie ist

Eine Anfrage richtet den Blick auf den Stau, der an dieser Stelle während des Feierabendverkehrs entsteht. Die Verwaltung sieht aber keinen Grund zum Handeln.

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Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Er ist ein Knotenpunkt im Braunschweiger Straßenverkehr, aber ist er auch ein Nadelöhr? Am Rudolfplatz führe eine nicht optimale Ampelschaltung dazu, dass es zu gewissen Zeiten zu einem gewaltigen Rückstau auf der Hildesheimer Straße komme – das hatte die Fraktion der Grünen im Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet erklärt. Mit einer damit verknüpften Anfrage an die Verwaltung wollten die Grünen wissen, ob sich da nicht etwas ändern ließe (regionalHeute.de berichtete).



Insbesondere während des Berufs- und Pendlerverkehrs komme es laut der Anfrage regelmäßig zu erheblichen Rückstaus auf der rechten stadteinwärts führenden Fahrspur auf der Hildesheimer Straße, die vom Geradeaus- und Rechtsabbiegerverkehr genutzt wird. Der Rückstau reiche häufig bis zur Tankstelle, sodass Fahrzeuge teilweise bis zu vier Ampelphasen benötigten, um die Kreuzung zu passieren. Währenddessen seien die beiden Spuren Richtung Neustadtring meist nur schwach ausgelastet. Nach der Kurve kommt es an der Ampel Kälberwiese oft erneut zu Stop-and-Go-Verkehr. Die Folgen seien laut Anfrage der Grünen unnötige Wartezeiten, erhöhte Lärm- und Schadstoffemissionen sowie eine insgesamt ungleichmäßige Verkehrsverteilung.

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf


Es bestehe in der Sache kein Handlungsbedarf, lässt der städtische Fachbereich Tiefbau und Verkehr in der jetzt vorliegenden Antwort auf die Anfrage durchblicken. Das habe die Verwaltung schon 2023 im Zusammenhang mit der Verkehrssituation dort festgestellt. Damals prüfte sie die Stelle bereits und kam zum Ergebnis, dass es zwar einen Rückstau gebe, der Verkehr aber zügig genug abfließe. Die Verwaltung sehe "weiterhin von einer Neuordnung der Verkehre an der Ampelanlage Hildesheimer Straße / Am Rudolfplatz ab. Eine kurzfristige Anpassung der Verkehrsführung ist somit nicht möglich und auch nicht zielführend", heißt es in der Antwort.

Dabei verweist die Verwaltung auf Videoaufzeichnungen und Verkehrsmessungen, die 2025 im betroffenen Streckenabschnitt Hildesheimer Straße auf Höhe der Ampelanlage für das Ringgleis durchgeführt wurden. "Die Ergebnisse bestätigen, dass es insbesondere in den Nachmittagsstunden während des Berufs- und Pendlerverkehrs regelmäßig zu erheblichen Rückstaus kommt. Anhand der Videoaufzeichnungen ist jedoch erkennbar, dass der Rückstau - insbesondere zur Nachmittagsspitze - alle Fahrspuren in Richtung stadteinwärts betrifft."

Die Aussage, dass es nach der Kurve an der Ampel Kälberwiese oft erneut zu Stop-and-Go-Verkehr kommt, könne mit weiteren Videoaufzeichnungen nicht bestätigt werden. Dabei sei es innerhalb der Spitzenstunden zu keinen signifikanten Rückstaulängen gekommen.