Freiwillige Feuerwehr Braunschweig hat über 1.200 Einsatzkräfte

Im Rahmen der jährlichen Ortsbrandmeister-Dienstbesprechung freute sich Stadtbrandmeister Ingo Schönbach über steigende Mitgliederzahlen in den Ortsfeuerwehren.

Ortsbrandmeister und Gäste, darunter ARKAT-Bundesvorsitzender Klaus-Dieter Kühn (vorne links).
Ortsbrandmeister und Gäste, darunter ARKAT-Bundesvorsitzender Klaus-Dieter Kühn (vorne links). | Foto: Feuerwehr Braunschweig

Braunschweig. Zum zweiten Mal in Folge konnte Stadtbrandmeister Ingo Schönbach im Rahmen der jährlichen Ortsbrandmeister-Dienstbesprechung vom 29. Februar über einen weiteren Anstieg der Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen der 30 Braunschweiger Ortsfeuerwehren berichten. Wie die Feuerwehr Braunschweig weiter berichtet, stieg die Zahl der Einsatzkräfte um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr 1.203 Kameradinnen und Kameraden.


Neben 1.002 Männern sind inzwischen auch 201 Frauen (17 Prozent) im Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistung ehrenamtlich engagiert. Ratsherr Kurt Schrader, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrausschuss, Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann, Stadtrat Claus Ruppert, der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaften der Helfer in den Regieeinheiten und -einrichtungen des Katastrophenschutzes (ARKAT) Klaus-Dieter Kühn und Henning Noske, Leiter der Lokalredaktion der Braunschweiger Zeitung, freuten sich über diese positive Entwicklung.

Schönbach ging im Rahmen seines Berichts auch auf die herausragenden Einsätze des Jahres 2019 ein. Neben den inzwischen gewohnten Unwettereinsätzen hätten insbesondere Kampfmittelfunde, Gefahrstoffeinsätze, die Unterstützung der Feuerwehr Braunschweig beim Waldbrand in der Lieberoser Heide und der AfD-Bundesparteitag die ehrenamtlichen Einsatzkräfte gefordert. Die Aktivitäten der Wehren im Bereich der Kinder- und Jugendfeuerwehr, bei Ausbildungen, bei den Gemeinschaftsaktivitäten auf Ortsebene und auch bei den vielen Einsätzen führten dann auch zu insgesamt 284.520,68 Stunden ehrenamtlichen Engagements für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. „Würde man den aktuellen Mindestlohn zu Grunde legen, wurden durch die Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Braunschweig im vergangenen Jahr ehrenamtliche Leistungen im Wert von 2,66 Millionen Euro erbracht“, macht Schönbach deutlich.

"Positiver Trend ist kein Selbstläufer"


Dass der positive Mitgliedertrend kein Selbstläufer ist, davon ist Schönbach überzeugt. Einige Gemeinden in Niedersachsen müssten erhebliche Anstrengungen unternehmen, um Personal für ihre Feuerwehren zu gewinnen, sagte der Stadtbrandmeister mit Blick auf die jüngsten Berichte zur Situation auf der Insel Wangerooge. „Hier in Braunschweig sind alle Akteure eng vernetzt und haben sich zum Ziel gesetzt, sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehren zu steigern“, so Schönbach. Insbesondere Rat und Verwaltung würden die Freiwillige Feuerwehr mit diversen Maßnahmen unterstützen, wie zum Beispiel der Beschaffung von Wärmebildkameras, dem Neubau von Feuerwehrhäusern wie aktuell in Timmerlah oder auch durch die Beschaffung eines modernen Fahrzeugparks. Dies motiviere Bürgerinnen und Bürger, sich in einer attraktiven Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren, ist sich Schönbach sicher. Aber auch die Ortsfeuerwehren sind aktiv um Nachwuchs bemüht und setzen dabei auf die Jugend. So wurden zuletzt Kinderfeuerwehren in Broitzem und in Ölper gegründet. Damit haben nun 24 der 30 Ortswehren eine Kinderfeuerwehr.

Im Rahmen der Dienstbesprechung waren auch Personalentscheidungen zu treffen. So stimmten die anwesenden 64 Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter dafür, dass Benjamin Steffen (Geitelde) zukünftig die Leitung der Feuerwehrbereitschaft übernehmen soll. Er folgt damit auf Karsten Appel (Melverode), der diesen Posten viele Jahre bekleidet hat. Auch in der Leitung der Jugendfeuerwehr wird es eine Veränderung geben. Stadtjugendfeuerwehrwart soll Christian Arnold aus der Ortsfeuerwehr Broitzem sein. Kontinuität gibt es dagegen bei drei anderen Ämtern: Schriftführer Florian Parkitny (Stöckheim), Ausbildungsleiter Holger Kopischke (Bienrode) und Pressesprecher Jens Lehmann (Rautheim) wurde in ihren Ämtern bestätigt.

Katharina Maruska wird neue Hauptlöschmeisterin


Durch Stadtbrandmeister Schönbach wurden Stadtsicherheitsbeauftragte Gabriele Brandes (Harxbüttel) und Stadtzeugwartin Katharina Maruska (Rüningen) jeweils zur Hauptlöschmeisterin befördert. Christian Wöhe (Lamme), scheidender Stadtjugendfeuerwehrwart, wurde mit dem Ehrenzeichen des Feuerwehrverbands Braunschweig-Stadt e. V. in Gold für seine Aufbauarbeit innerhalb der Kinder- und Jugendfeuerwehr ausgezeichnet. Mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze wurde Michael Loos (Lamme), Stellvertretender Stadtbrandmeister Bereich West, für sein herausragendes Engagement für die Feuerwehr Braunschweig ausgezeichnet.

Stadtbrandmeister Ingo Schönbach (links) befördert Katharina Maruska.
Stadtbrandmeister Ingo Schönbach (links) befördert Katharina Maruska. Foto: Feuerwehr Braunschweig




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