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Privatisierung aller städtischen Kitas? Braunschweiger Linksfraktion fordert Transparenz



Privatisierung aller städtischen Kitas? Linksfraktion fordert Transparenz

Die Linksfraktion fordert Transparenz bei der geplanten Verwaltungsmodernisierung.

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Symbolbild Foto: regionalHeute.de

Braunschweig. Die Linksfraktion im Rat der Stadt Braunschweig fordert die Verwaltung zu mehr Transparenz bezüglich der Verwaltungsmodernisierung auf. Wie die Linken am Donnerstag in einer Presseerklärung mitteilen, wolle man, dass offen über die Zukunft der städtischen Kindertagesstätten berichtet.



Obwohl es seit dem Februar 2020 mehrmals angekündigt wurde, seien die Vorschläge für die Verwaltungsmodernisierung bisher nicht veröffentlicht worden. Statt dessen würde es Gerüchte geben, dass in diesem Zusammenhang ein Gutachten erstellt wurde, dass die Ausgliederung der städtischen Kindertagesstätten vorschlage. Die Linksfraktion fordert nun die Vorschläge umgehen zu veröffentlichen, heißt es in der Mitteilung.

„Seit Februar 2020 wird ein Paket mit Vorschlägen für die ‚Verwaltungsmodernisierung‘ angekündigt, aber immer wieder verschoben. Die Verunsicherung bei den Mitarbeiter:innen der Verwaltung wächst kontinuierlich, vor allem jetzt, wo die Gerüchte, dass alle städtischen Kitas aus der Verwaltung herausgelöst werden sollen, immer lauter werden“, umschreibt Anke Schneider, Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin und Mitglied des Rates der Stadt, die aktuelle Situation. „So kann es nicht weitergehen. Deshalb fordern wir, dass die Vorschläge umgehend offengelegt werden.“



Oberbürgermeister Markurth habe laut der Linken bereits im Februar 2020 angekündigt, dass die Vorschläge bis Ende März 2020 vorgelegt werden sollen, doch dann habe es geheißen, erst müssten die Haushaltsberatungen 2021 abgeschlossen sein. Das sei nun seit drei Monaten der Fall, doch die Veröffentlichung sei noch immer nicht erfolgt. Ein Gutachten sei zu dem Ergebnis gekommen sein, dass die städtischen Kitas aus der Verwaltung herausgelöst und in einen Eigenbetrieb übertragen werden sollen, was als eine Vorstufe für eine Privatisierung gewertet werden könne, kritisieren die Linken weiter.

„Wir wollen jetzt wissen, was auf die Mitarbeiter:innen zukommt und wie die Zukunft der städtischen Kitas aussehen soll. Wir wollen nicht, dass die Vorschläge in der Schublade bleiben und erst nach der Wahl das böse Erwachen kommt“, konkretisiert Schneider die Forderung der Linksfraktion. „Falls die Verwaltung mit Rückendeckung von SPD, CDU und Grünen nach den vielen Schul-PPP-Projekten jetzt auch die Kindergärten für eine Privatisierung in den in den Blick nimmt, dann soll sie das vor der Wahl erklären, damit die Wähler:innen dies auch entsprechend bewerten können.“


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