Hier staut es sich an Kreuzungen: Sind andere Ampelschaltungen nötig?

An mehreren Kreuzungen im Stadtgebiet sind Rückstauszenarien zu beobachten. Kommunalpolitiker regen Änderungen an.

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Am Rudolfplatz sind immer wieder Rückstaus zu beobachten (Archivbild).
Am Rudolfplatz sind immer wieder Rückstaus zu beobachten (Archivbild). | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Straßenkreuzungen und ihre Ampelschaltungen oder Verkehrsführungen geraten verstärkt ins Visier der Braunschweiger Kommunalpolitik. Dabei geht es immer wieder um das Thema Rückstau. Derzeit sind gleich mehrere Anträge von unterschiedlichen Fraktionen in verschiedenen Stadtbezirksräten im Umlauf, die jeweils Anregungen zu einer speziellen Kreuzung parat haben.



Wie regionalHeute.de berichtete, beschäftigt sich unter anderem die Politik – auf Initiative von FDP, CDU und BIBS – im Osten der Stadt mit der Kreuzung an der Berliner Straße mit dem Moorhüttenweg. Dort kann es hin und wieder zu längeren Rückstauszenarien kommen, die von der Linksabbiegerspur auf der Berliner Straße – von dort geht es zum Parkplatz des dortigen Einkaufszentrums – ausgehen. Nun monieren weitere Politiker den Verkehrsfluss an zwei anderen Kreuzungen im Stadtgebiet.

Rückstau am Rudolfplatz


Im westlichen Ringgebiet regt jetzt die Grünen-Fraktion Änderungen am Rudolfplatz an. Dort – so heißt es in einer Anfrage an die Verwaltung – komme es insbesondere in den Nachmittagsstunden während des Berufs- und Pendlerverkehrs regelmäßig zu erheblichen Rückstaus auf der rechten stadteinwärts führenden Fahrspur auf der Hildesheimer Straße, die vom Geradeaus- und Rechtsabbiegerverkehr genutzt wird. Der Rückstau reiche häufig bis zur Tankstelle, sodass Fahrzeuge teilweise bis zu vier Ampelphasen benötigten, um die Kreuzung zu passieren.

Währenddessen seien die beiden Spuren Richtung Neustadtring meist nur schwach ausgelastet. Nach der Kurve kommt es an der Ampel Kälberwiese oft erneut zu Stop-and-Go-Verkehr. Die Folge sind unnötige Wartezeiten, erhöhte Lärm- und Schadstoffemissionen
sowie eine insgesamt ungleichmäßige Verkehrsverteilung.

Mit ihrer Anfrage will die Grünen-Fraktion unter anderem von der Verwaltung wissen, welche Maßnahme die Stadt prüft oder plant, um die Situation zu verbessern. Ein Lösungsansatz ist in der Anfrage ebenfalls enthalten: So fragen die Grünen, ob es möglich sei, die Verkehrsführung kurzfristig anzupassen, um eine gleichmäßigere Auslastung der Fahrspuren zu erreichen.

Spurwechsel an der Gifhorner Straße


An einer weiteren Kreuzung seien ebenfalls vermeidbare Rückstauszenarien zu beobachten. Ein Beschlussvorschlag der Fraktion CDU/FDP im Stadtbezirksrat Nördliche Schunter-/Okeraue soll dafür sorgen, dass die Verwaltung Änderungen an der Kreuzung Schmalbachstraße/Gifhorner Straße prüft. Konkret soll die mittlere Rechtsabbiege-Spur auf der Schmalbachstraße in eine Geradeausspur umgewandelt werden und der Geradeauspfeil auf der Linksabbiegespur entfallen.

Baustellenbedingt gebe es momentan dort schon nur eine Spur – zuvor waren es zwei Spuren – für Rechtsabbieger. Ein Geradeauspfeil ist bisher zusätzlich auf der Abbiegespur aufgebracht. Bei hohem Verkehrsaufkommen sei oft zu beobachten, dass sich auf dieser Spur ein Rückstau bilde, der bis zum einspurigen Abschnitt an der Verkehrsinsel zurückreiche und somit alle, auch die Rechtsabbieger ausbremst, obwohl ausreichend freie Aufstellfläche auf den Spuren Richtung Hamburger Straße vorhanden wäre.

Eine Entspannung könnte sich laut dem Beschlussvorschlag, über den der Stadtbezirksrat am morgigen Dienstag entscheidet, ergeben, wenn geradeaus fahrende Fahrzeuge (in die Salzburger Straße) nicht zusätzlich die Rechtsabbiegerspur belasten, sondern die mittlere der insgesamt drei Abbiegespuren nutzen würden.

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