Braunschweig

Carsten Müller kontert Vorwurf von Juliane Krause


Der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. Foto: Archiv/Rühland
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. Foto: Archiv/Rühland Foto: Sina Rühland

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03.03.2017

Berlin/Braunschweig. Zur Stellungnahme von Juliane Krause, Direktkandidatin der Grünen zur Bundestagswahl 2017, dass er Falschmeldungen verbreite, teilt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller mit:



"Diese Stellungnahme zeigt mir einmal mehr, wie nervös die Vertreter der Grünen angesichts der aktuellen Umfragewerte sind. Der Umgang mit dem Begriff Falschmeldung sollte meines Erachtens sorgfältiger stattfinden. Sehr verwunderlich finde ich, dass man eigene Vorschlägen und Aussagen in dem Moment relativiert, in dem sie auf Ablehnung und Kritik stoßen. Auch wenn der Vorschlag von den Grünen jetzt lediglich "unterstützt" werden sollte, ändert das nichts daran, dass er wenig praktikabel ist - zu viele Fragen sind ungeklärt, auch Frau Krause gibt darauf keine ausreichenden Antworten. Was sollen die Menschen auf dem Lande während der Fastenzeit machen, die auf das Auto angewiesen sind? Welche zusätzlichen Kapazitäten benötigen Bus- und Bahnbetriebe während der Fastenzeit und wie werden diese finanziert? Gibt es ein ausreichendes ÖPNV-Angebot, um ohne größere Schwierigkeiten und Umsteigen an seinen Zielort zu gelangen?

Bei der praktischen Bewertung des Vorschlags zum Autofasten habe ich mich auch an das erinnert, was Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika 2015 offenbarte. Er sagte damals, dass öffentlichen Verkehrsmitteln der Vorrang gegeben werden muss, um die Verkehrsverhältnisse und damit die Lebensqualität in den Städten zu steigern. Das kann ich nur unterschreiben. Gleichzeitig sagte der Papst aber auch: "Doch werden einige notwendige Maßnahmen nur schwerlich in friedfertiger Weise akzeptiert werden ohne eine wesentliche Verbesserung dieser Verkehrsmittel, die in vielen Städten aufgrund der Menschenmenge, der Unbequemlichkeit oder der geringen Häufigkeit des verfügbaren Nahverkehrs und der Unsicherheit eine unwürdige Behandlung der Passagiere darstellen."

Als christlich-demokratischer Abgeordneter spreche ich mich nicht gegen das Fasten aus - im Gegenteil: Jeder soll für sich selbst und eigenverantwortlich entscheiden, wie er das macht. Große Probleme habe ich damit, wenn den Menschen oberlehrerhaft nahgelegt wird, was sie denn zu tun bzw. unterlassen haben.

Im Übrigen behalte ich es mir sehr wohl vor, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zu kritisieren - vor allem, wenn ich daran denke, wie sie mit ihren "Bauernregeln" die Bauern in diesem Lande diffamiert hat. So etwas geht nicht!"

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