DONNERstag: Gute Vorsätze!

Immer DONNERstags gibt es jetzt Geschichten unserer Redakteurin Anke Donner, wie sie nur das Leben schreiben kann. Situationen, wie sie einem im Alltag manchmal einfach vor die Füße fallen und die einen zum Lachen, Weinen und Staunen bringen, oder schier an den Rand des Wahnsinns treiben.

von Anke Donner


Auf meiner Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr ist nicht viel stehengeblieben.
Auf meiner Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr ist nicht viel stehengeblieben. Foto: Anke Donner

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Und natürlich wünsche ich allen noch ein frohes neues Jahr! Apropos neues Jahr: Wie sieht es bei Ihnen eigentlich mit guten Vorsätzen aus?



Wow, wieder ein Jahr rum. Geht es Ihnen auch so, dass so ein Jahr irgendwie nichts mehr ist und wie im Flug vergeht? Eben haben wir noch den Jahreswechsel 2021/2022 gefeiert und schwupps - stoßen wir auch schon auf das Jahr 2023 an. Und mit dem neuen Jahr gehen auch immer die guten Vorsätze einher.

Gute Vorsätze!


Das ganze Jahr über macht man sich ja schon irgendwie Gedanken darüber, was man im Kommenden besser oder anders machen will. Mehr Sport, mehr Besuche bei den Verwandten und Freunden, weniger essen, rauchen, aufregen, Schränke ausmisten und weniger Geld ausgeben.

Vor allem nach den Weihnachtstagen ist der Wunsch nach ein paar Kilo weniger auf der Waage groß (auf ein Foto von der Festtagswampe à la Daniela Katzenberger verzichte ich an dieser Stelle). Und so fasste ich nach Weihnachten bereits den Entschluss, beim Essen etwas kürzerzutreten. Und zwar sofort. Dieser Vorsatz hielt ungefähr bis Silvester. Schließlich mussten ja zum einen all die Leckereien - zumeist Süßigkeiten - aus den Schränken verbannt werden. Und wegschmeißen geht natürlich nicht. Also schnell noch Weihnachtsmann und Co. vertilgt, damit im neuen Jahr auch wirklich nichts mehr da ist. Und zum anderen stand ja noch der Jahreswechsel vor der Tür.

Zu Silvester gab es dann Raclette und noch beim Anblick der Massen an Fleisch, Fisch, Gemüse und Käsescheiben dachte ich: Das essen wir niemals auf. Nach dem Essen kam die Ernüchterung: Wir haben es aufgegessen. Mit Resteessen am Neujahrstag war also nichts. Bis auf die Eierlikör-Berliner. Die haben wir echt nicht geschafft. Das kalorienhaltige Süßkram wanderte also mit ins neue Jahr.

Der Vorsatz, die überschüssigen Funde mit Sport zu bekämpfen, konnte zu meinem Bedauern auch nur etwa vier Tage gehalten werden. Dann machte sich das Knie bemerkbar. Und im Rücken hab ich’s ja eh… Mit viel Sport wird das also in diesem Jahr auch nichts werden. Es sei denn, ich melde mich bei der Sitzgymnastik an. Da ich aber sowieso schon die meiste Zeit des Tages im Sitzen verbringe und ich dafür definitiv zu jung bin, scheint mir das nicht sehr reizvoll.

Weniger Geld ausgeben hat bei mir noch nie funktioniert. Deshalb wird auch dieser Vorsatz relativ schnell von der Liste gestrichen. Womit ein weiterer Punkt auf der Liste der guten Vorsätze ebenfalls wegfällt - das Ausmisten der Schränke. Etwas wegschmeißen, das nicht ersetzt werden kann, macht ja überhaupt keinen Sinn.

Weil ich beim Thema Rauchen bei mir selber immer einen wunden Punkt treffe, weil ich es einfach nicht schaffe, den Glimmstängel wegzulassen, ignoriere ich diesen Punkt einfach. Und das mit dem Nicht-Aufregen liegt mir irgendwie auch nicht. Und ohne das Suchtmittel leider schon gar nicht.

Am Ende habe ich fünf von sechs Vorsätzen von der Liste gestrichen. Nur ein einziger Punkt ist geblieben: Ich möchte mich wirklich mehr um meine Familie und meine Freunde kümmern, mehr Zeit mit ihnen verbringen. Vielleicht beim Shoppen oder einem guten Essen. An dieser Stelle ein Gruß an meine Mädels: Essen beim Griechen ist bestellt!

Einen schönen DONNERstag, wünscht Ihnen

Ihre Anke Donner


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