Region. Der Sanierungsstau an den niedersächsischen Hochschulen ist drängend – marode Gebäude, bröckelnde Decken, Eimer, die Regenwasser auffangen müssen. Mit landesweit 627 Millionen Euro aus Investitionsmitteln für die Sanierung und Instandsetzung von Baumaßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen geht die rot-grüne Landesregierung diesen Sanierungsstau nun an. Hierfür wurde am Dienstag eine Baumaßnahmenliste vorgestellt, für welche konkreten Maßnahmen Gelder eingesetzt werden. Das berichtet der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Hoffmann (Bündnis 90 / Die Grünen) in einer Pressemitteilung,
Auch die Hochschulstandorte in der Region Braunschweig profitieren von den Mitteln. Dabei sind 47.868.200 Euro für die Technische Universität Braunschweig vorgesehen, 13.686.000 Euro für die Hochschule für Bildende Künste und 11.750.000 Euro für die Ostfalia Hochschule mit Standorten unter anderem in Wolfenbüttel, Salzgitter und Wolfsburg.
Kluge Köpfe anlocken
„Mit diesen Investitionen schaffen wir sichere, moderne und gesunde Lern- und Arbeitsorte für unsere Studentinnen und Studenten sowie für alle Beschäftigten an den Hochschulen. Und: Attraktive und leistungsfähige Hochschulen sind ein entscheidender Standortfaktor“, so Andreas Hoffmann abschließend. „So schaffen wir beste Voraussetzungen dafür, dass kluge Köpfe gerne nach Braunschweig kommen, hier studieren, forschen und auch bleiben.“
An der Technischen Universität Braunschweig ist unter anderem die Ersatzunterbringung für das Gebäude „Langer Kamp 8“ vorgesehen, wie aus einer Pressemeldung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur hervorgeht. Dafür stehen rund 36,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das bisherige Institutsgebäude für Werkstoff- und Fertigungstechnik musste aus Gründen des Gesundheitsschutzes schrittweise außer Betrieb genommen werden und kann nur noch befristet genutzt werden (regionalHeute.de berichtete).
Investitionen in Salzgitter
Dem Ostfalia Standort in Salzgitter-Calbecht kommen laut einer Meldung der SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Klein und Marcus Bosse 3,3 Millionen Euro zugute, die unter anderem für die Dachsanierung, Brandschutzmaßnahmen, die Mensa und den Bau studentischer Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.
Die Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD) ergänzt, dass 3,08 Millionen Euro dem Ostfalia-Standort Wolfsburg zugutekommen. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf Klimaschutz und Energieeffizienz. Unterstützt würden unter anderem neue Heizungs- und Lüftungstechnik, moderne Beleuchtung, Wärmedämmung, der Austausch von Fenstern und Türen sowie die Umstellung auf klimafreundlichere Energieversorgung.

