Furtwängler beklagt nachlassendes Diversitätsinteresse

Die Schauspielerin Maria Furtwängler beklagt ein sinkendes Interesse an Themen wie Gleichberechtigung und Diversität in der Filmbranche.

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Maria Furtwängler (Archiv)
Maria Furtwängler (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Schauspielerin Maria Furtwängler beklagt ein sinkendes Interesse an Themen wie Gleichberechtigung und Diversität in der Filmbranche. Sie spüre, dass die große Wachheit für Fragen der Diversität spürbar nachgelassen habe, sagte die Schauspielerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben).


Bei vielen Sendern sei immer noch ein Bewusstsein da, aber es werde deutlich weniger aggressiv verfolgt. Im Zuge der Haltung aus den USA, nicht mehr mit Firmen zusammenzuarbeiten, die Diversitätsklauseln haben, werde das zurückgedreht. Auch wenn das die deutschen TV-Sender nicht unmittelbar betreffe, habe es einen Effekt. "Das ist bedrückend, weil ich glaube, dass mehr Sichtbarkeit von Frauen und mehr Frauen in Führungspositionen gerade verdammt guttäten, um die Probleme ernsthaft anzugehen", so Furtwängler.

Zu den Problemen gehöre in ihrem Beruf auch, dass Rollenangebote für Frauen im Alter weniger werden. Frauen verschwinden mit zunehmendem Alter sukzessive vom Bildschirm und das merke sie auch, so Furtwängler. Natürlich habe sie mehr Angebote bekommen mit 30 als jetzt.

Die Schauspielerin wird am Sonntag (13. September) 60 Jahre alt, fühlt sich aber dennoch selbstsicherer als noch in jungen Jahren. Sie könnte jetzt mit ihrem Geburtstag vor sich darüber verzweifeln, was alles nicht mehr schön und knackig ist. Aber sie sei stattdessen wahnsinnig dankbar dafür, wie toll ihr Körper funktioniere, sagte sie. Damals habe es sie mehr beschäftigt, dass der Hintern doch eigentlich so sein sollte und die Brüste doch größer sein müssten. Dieser Versuch, in ein bestimmtes Muster zu passen oder zu gefallen, nehme zum Glück ab, wenn man älter wird.