Holle. In der Nacht zum heutigen Samstag gegen 2 Uhr kam es auf der Südfahrbahn der A7 zwischen dem Autobahnparkplatz Jägerturm und der Anschlussstelle Bockenem zu einem schweren Verkehrsunfall. Laut einer Mitteilung der Polizeiinspektion Hildesheim soll ein Braunschweiger den Unfall verursacht haben, weil er als Falschfahrer auf der Autobahn unterwegs gewesen sein soll.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand befuhr eine 24-Jährige aus Augsburg mit ihrem Renault Clio und ihrer 23-jährigen Beifahrerin aus Berlin die Autobahn in Richtung Kassel auf dem zweiten Überholfahrstreifen. Diesen soll ein 37-Jähriger aus Braunschweig mit seinem Seat Arona als Falschfahrer entgegengekommen sein. Es kam zu einem Frontalzusammenstoß. Beide Fahrzeuge blieben massiv beschädigt auf der Fahrbahn stehen.
Insassen in Auto eingeklemmt
Die 23-Jährige und der 37-Jährige wurden jeweils in den Fahrzeugen eingeklemmt. Beide wurden durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr aus der Gemeinde Holle mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät aus ihren Fahrzeugen befreit. Die 24-Jährige konnte sich selbst befreien.
Alle drei Personen wurden durch die Besatzungen von vier Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen vor Ort versorgt und mit schwersten Verletzungen in Krankenhäuser in Göttingen, Salzgitter und Hildesheim gebracht. Die A7 blieb für die Dauer der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme sowie der Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis 8:15 Uhr zwischen dem Autobahndreieck Salzgitter und der Autobahnanschlussstelle Rhüden / Harz voll gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Unfallursache wird ermittelt
Neben der Autobahnpolizei Hildesheim waren auch Kräfte der Polizei Bad Salzdetfurth, der Polizei Salzgitter und der Autobahnpolizei Braunschweig am Unfallort beziehungsweise im Rahmen von Absperrmaßnahmen eingesetzt. Zur Unfallaufnahme wurde unter anderem eine Drohne der Polizei eingesetzt und ein Gutachter hinzugezogen. Die Ermittlungen zur Ursache bezüglich der Falschfahrt dauern weiterhin an.
Polizei dankt Ersthelfern
Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei den engagierten Ersthelfern, die vor Ort sehr besonnen, professionell und umsichtig gehandelt und sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um die schwer verletzten Personen gekümmert haben.

