Bitcoin-Betrug: Gifhorner verliert 100.000 Euro

Das Opfer wurde mit einem Millionenversprechen in die Falle gelockt.

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Gifhorn. 25 Bitcoins, mehr als zwei Millionen Euro Auszahlung – so lautete das Versprechen an einen Gifhorner. Doch bevor Geld fließen sollte, sollte er selbst mehr als 100.000 Euro überweisen. Wenn hohe Gewinne oder Guthaben versprochen werden, für eine Auszahlung aber erst eine Kaution, Gebühren oder Steuern fällig sein sollen, sollten alle Alarmglocken läuten, warnt die Polizei in einer Pressemeldung. Die Polizei Gifhorn ermittelt nach einem aktuellen Betrugsfall.



Am vergangenen Wochenende erstattete ein Gifhorner Anzeige. Er war per E-Mail von einer Firma kontaktiert worden. Diese teilte ihm mit, dass er über 25 Bitcoins verfüge. Der Mann wollte sich einen Teil dieses angeblichen Guthabens in Euro auszahlen lassen. Die Firma stellte ihm dafür eine Summe von mehr als zwei Millionen Euro in Aussicht. Voraussetzung sei jedoch, dass er eine Kaution von mehr als 100.000 Euro hinterlege. Er überwies den geforderten Betrag. Seitdem ist die Firma nicht mehr erreichbar. Sie reagiert weder auf Anrufe noch auf Nachrichten über einen Messenger-Dienst. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Zahlungen verlangt

 
Beim Cybertrading-Betrug werben Täter häufig mit hohen Gewinnen aus angeblichen Anlagen in Kryptowährungen oder anderen Finanzprodukten. Betroffene erhalten zunächst den Eindruck, ihr Guthaben wachse. Wenn sie sich Geld auszahlen lassen möchten, werden jedoch weitere Zahlungen verlangt – etwa für angebliche Gebühren, Steuern oder eine Kaution. Trotz der Überweisungen wird das versprochene Geld nicht ausgezahlt. Häufig bricht der Kontakt schließlich ab.

Die Polizei rät, bei unerwarteten Mitteilungen über angebliche Vermögenswerte oder Gewinne besonders vorsichtig zu sein: "Überweisen Sie kein Geld, um eine Auszahlung freizuschalten, und lassen Sie sich nicht durch Zeitdruck zu einer Entscheidung drängen. Prüfen Sie unabhängig, ob die angegebene Firma tatsächlich existiert und für Finanzgeschäfte zugelassen ist. Nutzen Sie dafür nicht ausschließlich Links oder Kontaktdaten aus der Nachricht. Sprechen Sie vor einer größeren Überweisung mit einer Vertrauensperson. Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei."

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