Fake oder Fakt? Veranstaltung zum Thema "Desinformationen erkennen"

Ein Experte des niedersächsischen Verfassungsschutzes gibt in Gifhorn Einblicke in aktuelle und historische Beispiele von Desinformation.

Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Gifhorn. Über diverse Kanäle erreichen uns ständig neue Informationen. Schnell, jederzeit und oft ohne sachliche Überprüfung. Deshalb ist es wichtig, genau hinzuschauen und Informationen kritisch zu hinterfragen. So heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreis Gifhorn.



In sozialen Medien sei das besonders wichtig, denn Algorithmen zeigten oft immer wieder ähnliche Beiträge, die unsere Wahrnehmung verzerren können. Deshalb sei es entscheidend, zu überprüfen, woher die Information kommt. Es gelte zwischen einem sachlichen Bericht über ein Ereignis und einer Bewertung oder Interpretation, die eine Meinung ausdrückt, zu unterscheiden. Besonders problematisch werde es, wenn Informationen gezielt eingesetzt werden, um Meinungen zu beeinflussen.

Herausforderung für die demokratische Gesellschaft


Gezielte Desinformationen stellen eine Herausforderung für unsere demokratische Gesellschaft dar, so der Landkreis. Sie untergraben das Vertrauen in Institutionen und führen zur Verunsicherung in der Bevölkerung. Häufig zielten entsprechende Informationen darauf ab, Verantwortliche zu diffamieren, gesellschaftliche Konflikte zu verschärfen und demokratische Werte zu schwächen.

Am 3. Juni 2026, 18 bis 19:30 Uhr, lädt der Landkreis Gifhorn zu einer Informationsveranstaltung in den Rittersaal ein. Der Single Point of Contact (SPoC) für hybride Bedrohungen des niedersächsischen Verfassungsschutzes gibt Einblicke in aktuelle und historische Beispiele von Desinformation. Er zeigt, wie Strategien wirken, wie man sie erkennt und wie man sich aktiv schützen kann.

Fake News erkennen


„Es ist wichtig, dass wir als Bürgerinnen und Bürger angesichts vielfältiger Informationsquellen auch Desinformationen, sogenannte Fake News, erkennen und entsprechend einordnen können. Dafür braucht es Aufklärung und Kompetenz im Umgang mit Medien und sonstigen Informationskanälen. Ich freue mich sehr, dass der Verfassungsschutz über dieses wichtige Thema im Landkreis Gifhorn informiert und damit einen wichtigen Beitrag zu Medienkompetenz innerhalb unserer Demokratie leistet“, betont Landrat Philipp Raulfs.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Sie bietet Raum für Information, Austausch und Diskussion. Für eine bessere Planung wird um Anmeldung über www.demokratie-leben-landkreis-gifhorn.de gebeten. Das Projekt „Demokratie leben!“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.