Gifhorn. In der Nacht zum heutigen Sonntag wurden die Ortsfeuerwehren Gamsen und Kästorf um 2:50 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Straße Ortfeld in Gamsen alarmiert. Über den Einsatz berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Vordach mit Unterstand auf der Rückseite eines Gebäudes in Vollbrand. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung der Flammen auf das Wohngebäude sowie die angeschlossene weitere Bebauung verhindert werden.
Feuer an der Traufe stoppen
„Für uns hatte zunächst oberste Priorität, das Feuer an der Traufe zu stoppen und das Wohngebäude zu halten“, erläuterte Einsatzleiter und Ortsbrandmeister der Feuerwehr Gamsen sowie stellvertretender Stadtbrandmeister der Stadtfeuerwehr Gifhorn, Uwe Reuß. „Das ist uns gelungen. Dadurch konnte verhindert werden, dass sich das Feuer auf den Dachstuhl und die umliegenden Gebäude ausbreitet.“
Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Parallel wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um die benachbarten Gebäude vor den Flammen zu schützen.
Haus nicht bewohnbar
Aufmerksame Nachbarn hatten das Feuer bemerkt und sowohl die Feuerwehr alarmiert als auch die Anwohnerin geweckt. Die Bewohnerin des betroffenen Gebäudes konnte das Haus selbstständig verlassen und blieb unverletzt. Das Wohngebäude wurde jedoch durch Feuer, Rauch und Ruß erheblich in Mitleidenschaft gezogen und ist derzeit nicht bewohnbar.
Eine Katze konnte von den Einsatzkräften nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden. Eine weitere Katze hatte sich rechtzeitig ins Freie retten können.
"Frühe Entdeckung entscheidend"
„Gerade bei der engen Bebauung in solchen Wohngebieten zeigt sich, wie entscheidend die frühe Entdeckung des Feuers und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr sind“, erklärt Tobias Nadjib, Leiter der Kreisfeuerwehrpressestelle Gifhorn. „Durch das umsichtige Handeln der Nachbarn und den koordinierten Löschangriff konnte hier eine deutlich größere Brandausbreitung verhindert werden.“
Bereits wenige Minuten nach dem Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer unter Kontrolle. Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gamsen und Kästorf im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch Kräfte der Polizei. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.
Einsatzbereit trotz Umzug
Während des laufenden Einsatzes zeigte sich erneut die Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr Gamsen trotz des aktuell laufenden Umzuges in das neue Feuerwehrhaus. „Für die Bürgerinnen und Bürger wird es während des gesamten Umzuges keine Einschränkungen im Brandschutz geben“, betonte Reuß. „Unsere Einsatzbereitschaft ist jederzeit sichergestellt.“
