Dannenbüttel. Am heutigen Freitagmorgen, um 6:30 Uhr, wurden die Ortsfeuerwehren Dannenbüttel, Westerbeck, Triangel, Neudorf-Platendorf, Grußendorf und Stüde zu einem Gebäudebrand in Dannenbüttel alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Über den Einsatz berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.
Ob sich noch Menschen im Haus befanden, war zunächst unklar. Einsatzleiter Stefan Pasiciel von der Ortsfeuerwehr Dannenbüttel ordnete deshalb als Erstes die Menschenrettung an. Ein Angriffstrupp unter Atemschutz durchsuchte das Gebäude: Es befand sich niemand mehr im Haus. Die Bewohner des Erdgeschosses waren verreist, der Bewohner des Obergeschosses bei der Arbeit.
Personensuche hatte Priorität
„Die Personensuche hatte absolute Priorität. Sobald feststand, dass niemand mehr im Haus war, haben wir mit voller Kraft den Brand bekämpft“, sagte Einsatzleiter Stefan Pasiciel von der Ortsfeuerwehr Dannenbüttel.
Mehrere Trupps unter Atemschutz löschten im Innenangriff, die nachalarmierte Drehleiter der Ortsfeuerwehr Gifhorn bekämpfte den Dachstuhlbrand im späteren Verlauf von oben. Gegen 7:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die Ortsfeuerwehr Stüde rückte planmäßig ab und sicherte den Brandschutz für die übrige Gemeinde Sassenburg. Gemeindebrandmeister Patrick Pahl unterstützte die Einsatzleitung vor Ort.
Typische enge Bebauung
„Wir haben hier die typische enge Bebauung eines Wohngebiets. Daher waren uns die schnelle Brandbekämpfung und der Schutz der Nachbargebäude gegen eine Ausbreitung des Brandes besonders wichtig“, erläuterte Pahl das taktische Vorgehen seiner Ortsfeuerwehren.
„Sobald die Drehleiter von oben löscht, ziehen sich die Trupps aus dem Innenangriff zurück, zum Schutz vor herunterfallenden Dachteilen und dem sehr heißen Wasserdampf, der durch das Löschwasser entsteht“, erklärte Tobias Nadjib, Leiter der Kreisfeuerwehr-Pressestelle. „Nachbarhäuser unversehrt, niemand verletzt: Das ist eine zufriedenstellende Bilanz für einen Brand dieser Größenordnung.“
Haus nicht mehr bewohnbar
Das Haus ist nach erster Einschätzung nicht mehr bewohnbar. Anwohner zeigten lobenswerte nachbarschaftliche Hilfe. Der Rettungsdienst betreute Betroffene an der Einsatzstelle.
80 Einsatzkräfte, in der Spitze über 100, waren mit mehr als zehn Fahrzeugen im Einsatz. Für die Feuerwehren war der Einsatz gegen 11:45 Uhr beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe aufgenommen.
