Gifhorn. Zwei Beamte der Polizei Gifhorn bemerkten in der vergangenen Nacht gegen 23.45 Uhr bei einer Streife auf der Bergstraße drei Personen ohne eingeschaltetes Licht an ihren Fahrzeugen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um zwei E-Scooter und ein Fahrrad.
Die Beamten forderten die Personen zum Anhalten auf, doch diese ignorierten die Aufforderung. Die Gruppe trennte sich, nachdem die Beamten gewendet hatten und die Verfolgung aufnahmen. Einen E-Scooter-Fahrer verfolgten sie bis in die Professor-Kalmbacher-Straße, wo er nach wiederholter Aufforderung anhielt.
E-Scooter nicht versichert
Bei dem Fahrer handelte es sich laut Polizei um einen Minderjährigen. Der E-Scooter war nicht versichert und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 40 km/h. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher, leiteten ein Strafverfahren gegen den jungen Mann ein und übergaben ihn anschließend seinen Erziehungsberechtigten.
Die Polizei warnt vor der Nutzung von E-Scootern und anderen Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr, wenn keine Betriebserlaubnis besteht oder sie durch Softwaremanipulation schneller fahren. Bremsen und Bereifung von E-Scootern seien auf die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h abgestimmt, teilt die Polizei in einer Presseinformation mit. Bei Geschwindigkeiten von etwa 40 km/h seien sie für die deutlich höheren Belastungen nicht ausgelegt.
Kleine Räder könnten zudem empfindlich auf Schlaglöcher, Bordsteinkanten und andere Unebenheiten reagieren. Bei höherem Tempo stiegen laut Polizei die Sturzgefahr und das Risiko schwerer Verletzungen, außerdem verlängere sich der Bremsweg. Auch Eltern, die ihren Kindern solche Kraftfahrzeuge zur Verfügung stellen, sollten sich dieser Gefahren bewusst sein.

