Gans tierischer Einsatz: Feuerwehr Goslar bei Tierrettung


Engagiert kümmert sich die Feuerwehr auch um die kleinsten Geschöpfe. Symbolfoto: pixabay
Engagiert kümmert sich die Feuerwehr auch um die kleinsten Geschöpfe. Symbolfoto: pixabay | Foto: pixabay

Goslar. Eine Gans watschelte am vergangenen Samstag, 29. April, mit ihren sieben Gänsekindern auf dem Areal des Goslarer Hansehauses umher. Mit viel Geduld schafften es die Einsatzkräfte der Goslarer Feuerwehr die Tierfamilie sicher zu einem Teich in den Wallanlagen zu geleiten.


Ein Anwohner hatte beobachtet, wie im Bereich der PKW-Stellplätze des Goslarer Hansehauses an der Mauerstraße eine augenscheinliche "Nilgans" mit ihren sieben Kindern zwischen den Autos hin und her watschelte.

Mit viel Geschick versuchten die herbeigerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr Goslar, Franziska Deike, René Hoppstock und Christian Voges, die Tiere einzufangen. Sechs Küken konnten auch fürsorglich, aber mit vollem Körpereinsatz, geschnappt und in einen Transportbehälter gesetzt werden, wie die Feuerwehr berichtete. Mama-Gans und Kind Sieben entzogen sich allerdings erfolgreich der Transportkiste: "Die Schnelligkeit der Nilgans ist nicht zu unterschätzen!"

Unerwarteter Widerstand


Mit Hilfe der Polizei machte sich der Spürtrupp auf die Suche in der näheren Umgebung. Die Küken in der Transportbox nutzten die Einsatzkräfte zum Anlocken. Mama-Gans schien zwar keine Rabenmutter zu sein, traute den Helfern aber nicht vollends. Die Versuche, das Tier einzufangen, scheiterten. Lediglich Kind Sieben konnte den Geschwistern dadurch zugeführt werden.

Zu Fuß machte sich die Feuerwehr dann mit weiteren Helfern auf den Weg zu den Judenteichen in den Wallanlagen. Im Flug verfolgte das Muttertier das Geschehen, denBlick stets auf ihre Kleinen gerichtet. Dabei flog siemeist tief durch die engen Gassen der historischen Innenstadt Goslars, verschwand zwischenzeitlich aber immer wieder aus dem Blickfeld der Feuerwehr.

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Ein glückliches Ende für die Gänsefamilie. Symbolfoto: pixabay Foto:



„Zahlreiche Passanten unterstützten uns mit Hinweisen wo sich die Gans gerade aufhielt“, verriet Franziska Deike. Bei Zwischenladungen auf dem Dach der Stephanikirche oder auch im Garten des St. Annenhausesrief das Tier mit lauten Rufen ihre Kinder. Zeitweise watschelten die sieben Gänsekinder Feuerwehrfrau Franziska und Feuerwehrmann René munter hinterher.

Glückliche Zusammenführung


An den Judenteichen unweit des St. Annenhauses kam es zur glücklichen Familienzusammenführung. Nach über einer Stunde konnten die sieben "Nilgans-Küken" ins Wasser gesetzt werden. Dort landete letztlichauch dieMuttergans im Teich. Zufrieden drehten die Gänsevögel ihre Runden zur Erholung. Ein erfreulicher Einsatz für die Goslarer Feuerwehr.


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