Goslar. Zehn Jahre lang – von 2011 bis 2021 – war er Oberbürgermeister der Stadt Goslar. Ende 2021 war die Amtszeit beendet und es folgte die jetzige Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner. Doch was macht ihr Vorgänger, Oliver Junk, eigentlich inzwischen? Jetzt, im Wahlkampf für die anstehenden Kommunalwahlen, tritt der gebürtige Hesse wieder ins politische Rampenlicht und steht zur Wahl – allerdings nicht in Goslar oder in unserer Region, sondern in der Landeshauptstadt.
In Hannover ist das Gesicht des ehemaligen Goslarer Oberbürgermeisters derzeit überall auf Wahlplakaten zu sehen. Der CDU-Politiker kandidiert dort für das Amt des Regionspräsidenten. Junk hatte als Oberbürgermeister in Goslar unter anderem die Fusion mit Vienenburg vorangetrieben und später sogar einen länderübergreifenden Großkreis Harz ins Spiel gebracht. 2021 unterlag er Urte Schwerdtner äußerst knapp in der Stichwahl. Seine politische Karriere in der Kaiserstadt war damit beendet – etwas unrühmlich, denn ihm drohte sogar ein Disziplinarverfahren wegen Manipulationsvorwürfen, das aber letztlich zurückgewiesen wurde.
Goslars Ex-OB will Regionspräsident in Hannover werden
Nun versucht das ehemalige CSU-Mitglied es erneut, einen Posten als Hauptverwaltungsbeamter zu ergattern. Junk kandidiert in Hannover um das Amt des Regionspräsidenten – vergleichbar mit dem Landrats-Posten in Landkreisen. In einem an die Wähler gerichteten Werbetext auf seiner Kandidaten-Homepage spricht Junk ganz am Rande auch seine Vergangenheit in Goslar an. Dort heißt es: "Als Stadtrat, als Oberbürgermeister und heute als Hochschullehrer für Verwaltungsrecht habe ich Politik und Verwaltung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. Ich weiß, wie gute Entscheidungen entstehen – und ich weiß, was sie verhindert."

