Dritter Weltkrieg geübt - Spuren lassen sich im Harz finden

Im Harz wurde nicht nur Spionage betrieben, sondern von hier war auch elektronische Kampfführung allgemein möglich.

Der Brocken spielte eine große Rolle im Kalten Krieg. (Archivfoto)
Der Brocken spielte eine große Rolle im Kalten Krieg. (Archivfoto) | Foto: aktuell24/bm

Harz. An wohl wenigen Stellen Europas, mit Ausnahme von Berlin, standen sich militärische Aufklärer, Luftverteidigungs-Erfasser und Geheimdienste im Kalten Krieg so konzentriert und unmittelbar gegenüber wie im Harz. In den 1970er Jahren fand hier eine einzigartige Aufrüstung statt. Allein auf westlicher Seite wurden sechs der höchsten Gipfel von den Diensten der NATO-Staaten oder ihren Verbündeten besetzt. Die Spuren sind bis heute sichtbar.



Im Harz wurde nicht nur Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (volkstümlich „Spionage“) betrieben, sondern von hier war auch elektronische Kampfführung allgemein möglich. Der Harzer Geologe Dr. Friedhart Knolle hält es für allgemeines Wissen, dass im Kalten Krieg von beiden Seiten der Beginn eines Dritten Weltkriegs geübt wurde. Dieser wäre, so Knolle, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Deutschland ausgebrochen und hier zunächst als konventioneller Krieg mit massivem Panzereinsatz geführt worden, bis eine Seite vermutlich atomar bestückte Kurzstreckenwaffen eingesetzt hätte.

Spuren sind bis heute im Harz sichtbar


Der Harz hätte mitten in den damals geplanten und oft durchgespielten Schlachtfeldern gelegen und dabei eine wichtige Rolle gespielt. Die historische Entwicklung hat dieses Drama bekanntlich nicht Wirklichkeit werden lassen. Doch bis heute ließen sich Spuren dieser Entwicklungen noch im Harz finden.

Der Geschichtsverein Bad Harzburg hat jetzt Dr. Friedhart Knolle eingeladen, genau darüber einen Lichtbildervortrag zur Harzgeschichte im Kalten Krieg und seinen technischen Anlagen der Fernmelde- und Elektronische Aufklärung zu halten. Dieser findet am 24. Januar in der Wandelhalle im Badepark von Bad Harzburg statt. Beginn ist um 15:30 Uhr. Das teilt der Vortragende in einer Pressemeldung mit.


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