Wenn das Kuscheltier zum Patienten wird: Teddy-Sprechstunde im Krankenhaus

In den vergangenen Monaten waren rund 100 Kinder aus unterschiedlichen Kindertagesstätten an sechs Terminen in der Klinik Schildautal zu Gast und konnten dort den Krankenhausalltag auf spielerische Weise kennenlernen.

Die Maulwurf-Pauli-Gruppe der Kita Am Spottberg mit Teddy Hubertus bei der Teddy-Sprechstunde in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen.
Die Maulwurf-Pauli-Gruppe der Kita Am Spottberg mit Teddy Hubertus bei der Teddy-Sprechstunde in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen. | Foto: Asklepios

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Seesen. Ein Röntgenbild anschauen, einen Rettungswagen von innen erkunden und den eigenen Teddy behandeln lassen: In der Asklepios Klinik Schildautal Seesen wird ein Klinikbesuch für Kinder zu einem besonderen Erlebnis. In den vergangenen Monaten waren rund 100 Kinder aus unterschiedlichen Kindertagesstätten an sechs Terminen in der Klinik Schildautal zu Gast und konnten dort den Krankenhausalltag auf spielerische Weise kennenlernen. Das berichtet die Asklepios Harzkliniken GmbH in einer Pressemitteilung.



Im Mittelpunkt stand dabei das Stofftier, Teddy „Hubertus“. Die erdachte Legende: Nach einem kleinen „Unfall“ brauchte er dringend medizinische Hilfe. Gemeinsam mit den Kindern wurde er untersucht, ein Röntgenbild angeschaut und überlegt, welche Behandlung er benötigt. Die Kinder durften dabei selbst ausprobieren, Fragen stellen und erleben, wie medizinische Abläufe in einer Klinik funktionieren.

Es gab viel zu entdecken


Auch außerhalb des Behandlungsraums gab es viel zu entdecken. Die Kinder besichtigten einen Rettungswagen von innen, lernten Rettungskräfte und Pflegekräfte kennen und bekamen einen Einblick in verschiedene Bereiche der Klinik. So konnten sie einen Ort, der ihnen vielleicht zunächst ungewohnt war, ganz ohne Berührungsängste begegnen.

Die Max&Moritz-Gruppe der Kita Am Spottberg erkundet gemeinsam mit den Mitarbeitern einen Rettungswagen.
Die Max&Moritz-Gruppe der Kita Am Spottberg erkundet gemeinsam mit den Mitarbeitern einen Rettungswagen. Foto: Asklepios


Zum Abschluss durften die jungen Besucherinnen und Besucher selbst zu Ärztinnen und Ärzten beziehungsweise Pflegekräften werden: Sie brachten ihre eigenen Kuscheltiere mit und konnten diese untersuchen und verarzten. Pflaster kleben, Verbände anlegen und gemeinsam überlegen, was dem kleinen Patienten fehlt, machte den Klinikbesuch zu einem besonderen Erlebnis.

Berührungsängste abbauen


Die Teddy-Sprechstunde verbindet damit spielerisches Lernen mit einem wichtigen Ziel: Kinder sollen medizinische Situationen besser verstehen und Berührungsängste abbauen. „Wir möchten den Kindern zeigen, dass ein Krankenhaus nicht nur mit Angst verbunden sein muss. Wenn sie frühzeitig kennenlernen, was hier passiert und wer ihnen im Ernstfall hilft, kann das Vertrauen schaffen und ihnen die Angst nehmen. Genau das möchten wir mit der Teddy-Sprechstunde erreichen“, sagt Josefine Meyer, Qualitätsmanagerin der Asklepios Klinik Schildautal Seesen.

„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Neugier die Kinder dabei sind. Sie stellen Fragen, helfen ihrem mitgebrachten Kuscheltier und nehmen ganz viele Eindrücke mit“, so Meyer weiter. Hinter der Teddy-Sprechstunde steht ein ganzes Orga-Team. Pflegekräfte, Rettungssanitäter und weitere Mitarbeitende aus der Klinik unterstützen die Besuche und sorgen gemeinsam dafür, dass die Kinder einen spannenden und schönen Tag in der Klinik erleben.