"Zweitbester Sommer seit 1994" - Freibad im Kreis Helmstedt zieht Bilanz

Am wärmsten Tag der Saison wurden rund 1.700 Gäste gezählt. An diesem Tag stieg die Lufttemperatur auf bis zu 41 Grad Celsius, während das Wasser mit 29,7 Grad einen außergewöhnlich hohen Wert erreichte.

Mehr als 25.000 Gäste: Freibad Grasleben zieht erfolgreiche Saisonbilanz.
Mehr als 25.000 Gäste: Freibad Grasleben zieht erfolgreiche Saisonbilanz. | Foto: Samtgemeinde Grasleben

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Grasleben. Das Freizeitbad Grasleben blickt auf eine sehr erfolgreiche Freibadsaison zurück. Das teilt die Samtgemeinde Grasleben in einer Pressemitteilung mit. Mehr als 25.000 Besucherinnen und Besucher nutzten in diesem Sommer das Bad. Nach Einschätzung des langjährigen Schwimmmeisters Maik Siemann war es damit der zweitbeste Freibadsommer seit 1994.



Am wärmsten Tag der Saison wurden rund 1.700 Gäste gezählt. An diesem Tag stieg die Lufttemperatur auf bis zu 41 Grad Celsius, während das Wasser mit 29,7 Grad einen außergewöhnlich hohen Wert erreichte. „Mehr als 25.000 Gäste sind für unser Freibad ein hervorragendes Ergebnis und zeigen, welchen Stellenwert das Bad für Grasleben und die gesamte Region hat. Darauf kann unser Freibadteam zu Recht stolz sein“, sagt Samtgemeindebürgermeister Gero Janze.

Mehr als 350 Schwimmabzeichen


Neben dem regulären Badebetrieb spielte auch die Schwimmausbildung in dieser Saison wieder eine wichtige Rolle. Insgesamt wurden 27 Schwimmkurse in Zusammenarbeit mit dem TSV Grasleben und mit Unterstützung der Bürgerstiftung Ostfalen durchgeführt. Im Laufe der Saison wurden zudem weit über 350 Schwimmabzeichen abgenommen.

Hinzu kamen Ferienpassaktionen, ein Abzeichentag, ein Beachvolleyballturnier und weitere Angebote. Auch überregional sorgte das Freizeitbad für Aufmerksamkeit: NDR und ZDF berichteten in dieser Saison aus Grasleben. Badleiter Sascha Nieß zieht deshalb ein positives Fazit: „Wir hatten einen richtig starken Sommer mit vielen zufriedenen Gästen. Besonders freut mich, dass wir neben den hohen Besucherzahlen auch bei der Schwimmausbildung so viel erreichen konnten. Mehr als 350 abgenommene Schwimmabzeichen zeigen, wie wichtig solche Angebote sind. Mein Dank gilt unserem gesamten Team sowie allen Partnern und Unterstützern, die diese Saison möglich gemacht haben.“

Investitionen und Besucherzuspruch


Bereits zur Neueröffnung im vergangenen Jahr waren die Eintrittsentgelte angepasst worden. Zur diesjährigen Saison gab es keine weitere Erhöhung. Trotz des höheren Preisniveaus gegenüber der Zeit vor der Modernisierung entwickelte sich die Besucherzahl sehr positiv. Rund 2,5 Millionen Euro hatte die Samtgemeinde in die Modernisierung des Freibades und insbesondere in die neuen Räumlichkeiten investiert. Damit seien die Aufenthaltsqualität und die Rahmenbedingungen für Gäste und Beschäftigte deutlich verbessert worden.

„Die Entwicklung der Besucherzahlen zeigt, dass das modernisierte Freibad sehr gut angenommen wird“, betont Janze. „Gleichzeitig helfen uns die Einnahmen dabei, einen Teil der laufenden Kosten zu decken und dieses wichtige Freizeitangebot langfristig zu erhalten.“ Insgesamt wurden in dieser Saison durch Eintrittsentgelte und die Pacht des Freibad-Bistros rund 100.000 Euro eingenommen. Dem steht ein geplanter Gesamtaufwand von rund 614.500 Euro gegenüber. Das Freizeitbad bleibt damit eine erhebliche freiwillige Leistung der Samtgemeinde Grasleben. Bezogen auf den geplanten Gesamtaufwand, die erzielten Einnahmen und die Besucherzahl ergibt sich rechnerisch ein kommunaler Zuschuss von etwa 20 Euro je Besuch.

Noch Entwicklungspotenzial gibt es bei den neu eingeführten Saisonkarten. Sie wurden in der ersten Saison weniger stark nachgefragt als im Vorfeld erwartet. Die Samtgemeinde hofft, dass sich dieses Angebot in den kommenden Jahren noch stärker etabliert.

Mit Schlafanzug in den „Winterschlaf“


Zum Saisonabschluss hat sich Badleiter Sascha Nieß noch eine besondere Aktion einfallen lassen: Am Montag, 7. September, darf jeder Gast, der in Schlafsachen durch die Eingangspforte kommt, das Freibad kostenfrei nutzen. Mit der augenzwinkernden Aktion soll das Freizeitbad gemeinsam mit seinen Gästen symbolisch in den „Winterschlaf“ geschickt werden. Gegen 15 Uhr hofft Nieß auf möglichst viele treue Schwimmerinnen und Schwimmer in Schlafanzug, Nachthemd und Co. für ein gemeinsames Abschlussfoto und einen besonderen Schlusspunkt unter die Freibadsaison 2026.

Ganz in den Winterschlaf soll das Gelände allerdings nicht fallen: Es ist angedacht, das Freibad-Bistro auch im Winterhalbjahr geöffnet zu lassen. Zusätzlich ist ein Lieferservice vorgesehen. Die Samtgemeinde würde sich freuen, wenn Grasleberinnen und Grasleber sowie Gäste aus der Umgebung das Bistro auch außerhalb der Freibadsaison nutzen und damit das Angebot unterstützen.

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