Region. In der vergangenen Woche war die Region mit außergewöhnlich hohen Temperaturen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wollte regionalHeute.de wissen, ob sich die Hitzewelle in einem deutlich gestiegenen Trinkwasserverbrauch bemerkbar gemacht hat.
Die aktuellen Daten der regionalen Versorger zeigen jedoch insgesamt ein stabiles Bild. Der Wasserverbrauch bewegte sich überwiegend im üblichen saisonalen Rahmen, größere Ausschläge blieben weitgehend aus. Eine Wasserknappheit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, versichern die Versorger.
Nahezu unveränderter Verbrauch trotz Hitze in Goslar
Im Versorgungsgebiet der Harz Energie im Landkreis Goslar lag die tägliche Trinkwasserabgabe in den letzten beiden Juni-Wochen bei rund 14.000 Kubikmetern pro Tag. Im Vergleich zum Juni 2025 entspricht das nahezu identischen Werten – die Abweichung liegt bei etwa einem Prozent und damit innerhalb der normalen Schwankungsbreite.
Auch im Vergleich zu typischen Sommermonaten zeigen sich keine Auffälligkeiten. Die aktuellen Werte bewegen sich auf dem Niveau der Sommermonate der Vorjahre. Ein hitzebedingter Verbrauchssprung ist damit nicht erkennbar.
Leichter Anstieg im Rahmen der Sommerentwicklung in Wolfenbüttel
In Wolfenbüttel wurden zwischen dem 16. und 29. Juni insgesamt rund 127.488 Kubikmeter Trinkwasser abgegeben, entsprechend einem Tagesdurchschnitt von 9.106 Kubikmetern. Im Vorjahr lag der Wert bei 8.126 Kubikmetern pro Tag, was einem Anstieg von rund zwölf Prozent entspricht.
Die Stadtwerke führen diese Entwicklung auf die warme Witterung zurück, bewerten sie jedoch als typische saisonale Schwankung. Auch Spitzenwerte von bis zu 11.600 Kubikmetern pro Tag wurden ohne Auffälligkeiten im Netz bewältigt.
Stabile bis leicht rückläufige Werte in Salzgitter und Braunschweig
In Salzgitter blieb der Verbrauch weitgehend stabil. Die WEVG meldete für die vergangenen 14 Tage einen Trinkwasserbezug von rund 230.000 Kubikmetern, im Vorjahreszeitraum waren es etwa 242.000 Kubikmeter – also leicht rückläufig.
BS Energy berichtet ebenfalls von einer unauffälligen Entwicklung. Die Abnahmemengen bewegten sich im Rahmen einer „ganz normalen Wärmeperiode“ ohne außergewöhnliche Ausschläge.
Harzwasserwerke: Verbrauch im Rahmen üblicher Sommerwerte
Nach Angaben der Harzwasserwerke liegen die Füllstände der Trinkwassertalsperren derzeit bei rund 69 Prozent und damit unter dem langjährigen Mittel von etwa 79 Prozent. Diese Werte seien jedoch saisonal üblich und nicht kritisch für die Bewirtschaftung.
Die Talsperren dienen neben der Trinkwasserversorgung auch der Abgabe von Wasser in Trockenzeiten sowie der Stabilisierung der Flusswasserstände. Laut Harzwasserwerke gehört ein schwankender Wasserabfluss im Sommer zum regulären Betriebsablauf und steht im Einklang mit der aktuellen Verbrauchssituation.

