Junge Union besorgt: Stoppt die Ampel den Ausbau der A39?

Seit Jahren wird über einen Anschluss der A39 in Richtung Lüneburg diskutiert. Die Junge Union fürchtet, dass die Regierung in Berlin das Projekt begraben könnte.

v.l.n.r.: Steffen Gärtner, Arne Schulze, Lena-Sophie Laue und Manuel Marrone fordern den Anschluss der A39 nach Lüneburg.
v.l.n.r.: Steffen Gärtner, Arne Schulze, Lena-Sophie Laue und Manuel Marrone fordern den Anschluss der A39 nach Lüneburg. Foto: Junge Union

Gifhorn. Die Junge Union (JU) spricht sich beim symbolischem Spatenstich für die Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg aus. Das berichtet die Jugendorganisation von CDU und CSU in einer Pressemitteilung. Aus Sicht der JU schreitet der Lückenschluss der 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg nicht schnell genug voran. Deshalb haben die Vorsitzenden aus den JU- Kreisverbänden Lüneburg, Uelzen und Gifhorn sowie am vergangenen Sonntag in Wolfsburg einen symbolischen Spatenstich gesetzt.


Die CDU-Landtagskandidatin Lena-Sophie Laue fordert an die Bundespolitik: „Der Lückenschluss der A 39 muss nun endlich zügig vorangetrieben werden. Wir dürfen als ländlicher Raum nicht weiter abgehängt werden. Damit wir auch in Zukunft noch attraktiver Wirtschaftsstandort sind und gute Anbindungen haben, ist der Ausbau der A 39 unabdingbar. Auch im Hinblick auf den Bau des Automobilwerks „Trinity“ soll unser Standort in Sachen Infrastruktur attraktiv für die neuen Arbeitsplätze sein. Was wir brauchen, ist mehr Tempo bei Planung und Bau.“ Zusätzlich erklärt der Vorsitzende des JU-Kreisverbandes Gifhorn, Manuel Marrone: „Obwohl sich der Autobahnausbau schon seit vielen Jahren in der Diskussion befindet und von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen wird, ist bislang keine einzige Baumaßnahme angegangen worden. Dies muss sich zeitnah ändern.“

Verzögert der Bund den Anschluss?


Eine Befürchtung der Jungpolitiker ist demnach, dass die Bundesregierung die A 39 stoppt oder zumindest verzögern könnte: „Mehrere Stimmen aus der Koalition sprechen sich leider gegen die Autobahn aus. Dabei handelt es sich im Falle Nordostniedersachsens um die größte Fläche in Deutschland ohne richtige Autobahnanbindung und das, obwohl sich mit Volkswagen der größte und wichtigste Autokonzern Deutschlands hier befindet. Diesen Jobmotor müssen wir gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Rezession dringend stärken“, betont Arne Schulze, Kreisvorsitzender der JU Wolfsburg. Gegen die A 39 hätten sich in der Vergangenheit zum Beispiel die Grünen-Bundestagsabgeordneten aus Nordostniedersachsen Julia Verlinden und Frank Bsirske ausgesprochen. Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP ist zudem die nochmalige Überprüfung aller Verkehrsprojekte im Rahmen eines neuen Bundesverkehrswegeplans vorgesehen, der die Ausbauvorhaben der kommenden Jahre festlegt.

„Wir kritisieren dieses Hin und Her, zumal das Beispiel der A 39 zeigt, dass Projekte auch einmal umgesetzt werden müssen. Die Menschen warten darauf, ganz besonders hier bei uns in Nordostniedersachsen auf die A 39, wo auch Unternehmen eine bessere Anbindung an das Fernstraßennetz wollen“, so der Vorsitzende des JU-Bezirksverbandes Lüneburg, Steffen Gärtner.


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