whatshotTopStory

KVHS-Initiative: Behörden für Analphabetismus sensibilisieren

von Christoph Böttcher


Die KVHS möchte stärker auf Analphabeten zugehen. Symbolbild/Foto: pixabay
Die KVHS möchte stärker auf Analphabeten zugehen. Symbolbild/Foto: pixabay Foto: pixabay

Artikel teilen per:

07.03.2017

Helmstedt/ Gifhorn/ Wolfsburg. Die Kreisvolkshochschulen (KVHS) in Helmstedt, Gifhorn und Wolfsburg nehmen am Projekt "AlphaKommunal – Transfer" teil. Dieses wurde vom Deutschen Volkshochschulverband initiiert und wird in fünf Bundesländern getestet.



Demnächst beginnen an den dreiKreisvolkshochschulen die ersten Sensibilisierungskurse für beispielsweise Behördenmitarbeiter, verrietKVHS-DirektorDietmar Reinert gegenüber regionalHeute.de. Diese sollen darin geschult werden, Personen zu erkennen, die Probleme mit dem Schreiben und Lesen haben. Zusätzlich sollen den Mitarbeitern aber auch Strategien mit an die Hand gegeben werden, wie auf die Betroffenen zuzugehen sei. Ziel des Projektes soll es sein, diese Personen zu motivieren die Angebote der KVHS in Anspruch zu nehmen. "Sie sollen wissen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind", sagt Reinert dazu. "Auch ist es wichtig, die Stigmatisierung des Analphabetismus zu überwinden," fährt er fort.

Laut einer Studie von 2011 sollen 14,5 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland "funktionale Analphabeten" sein, das entspricht im Landkreis Helmstedt rund 8.000 Personen. Als funktionale Analphabeten gelten Personen, die über begrenzte Lese- und Schreibkenntnisse verfügen.Reinert kann sich gut vorstellen, dass vor allem Betriebe positiv auf die Initiative reagieren werden, aber er erwartet auch, dass einige Betroffene so auf die Kurse der KVHS aufmerksam werden.


zur Startseite