Region. Während wohl die meisten Menschen noch auf ein paar schöne Spätsommertage hoffen dürften, blicken viele auch schon mit Sorge auf den kommenden Winter. Die Energiepreise klettern unaufhaltsam und so wird auch die nahende Heizperiode voraussichtlich für hohe Rechnungen sorgen. Doch Verbraucher sind der Preisspirale nicht vollkommen hilflos ausgeliefert. Wer an diesem Wochenende 15 Minuten Zeit investiert, um seine Heizung zu überprüfen, kann seine Kosten senken.
Ende Februar haben Israel und die USA den Iran angegriffen und damit auf dem Weltmarkt ein Beben ausgelöst. Die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Handelsrouten für Rohöl, kann nur noch sporadisch von Frachtschiffen passiert werden – die Ölpreise erreichen seither immer neue Höchstwerte. Doch auch schon zuvor sorgte der Krieg zwischen Russland und der Ukraine für steigende Gaspreise und hohe Energiekosten bei Industrie und Verbrauchern. Kein Wunder also, dass viele Menschen derzeit mit großer Sorge auf die bevorstehende Heizperiode blicken. Gegen die Preise selbst sind Endkunden machtlos, doch zumindest bei ihrem Verbrauch können sie selbst aktiv werden – und das mit nur wenigen Handgriffen.
Luft treibt Energieverbrauch hoch
Eine erste Sofortmaßnahme ist das Entlüften der Heizkörper. Wenn diese im Winter gluckern oder nicht richtig warm werden, befindet sich Luft im System. Durch diese Luft wird die Zirkulation des Warmwassers behindert und der Energieverbrauch kann um mehrere Prozentpunkte steigen. Um die Luft abzulassen, sollte man das Ventil mit einem Vierkantschlüssel vorsichtig aufdrehen, bis ein Zischen zu hören ist – sobald konstant Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden. Handtuch unterlegen nicht vergessen.
Den Papiertest machen
Poröse oder undichte Gummidichtungen an Fenstern lassen die kostbare Wärme nach außen dringen. Ob die Dichtung noch in Ordnung ist, lässt sich mit einem einfachen Trick testen: Einfach ein Blatt Papier in den Fensterrahmen klemmen und das Fenster wieder schließen. Wenn sich das Blatt herausziehen lässt, sollte man über eine neue Dichtung nachdenken.
Wärme braucht Platz
Wenn das Sofa zu nah an der Heizung steht oder lange schwere Vorhänge den Heizkörper verdecken, kann die warme Heizluft nicht im Raum zirkulieren und der Raum wärmt sich nicht richtig auf. Wer Zeit hat, sollte das Wochenende zum Umräumen nutzen: Mindestens 30 Zentimeter Abstand zwischen Möbeln und Heizkörpern sind ideal, damit effizient geheizt wird.
Schlechte Isolierung ausgleichen
Besonders in Altbauten oder schlecht gedämmten Häusern kann viel Wärme über die Außenwände verloren gehen. Doch mit einfachen Mitteln kann man dem entgegenwirken: Im Baumarkt gibt es spezielle Dämmmatten, die hinter den Heizkörper geschoben werden können. Sie werfen die Wärme in den Raum zurück und sparen dadurch sofort bares Geld.

